Sonntag, 26. Januar 2020

Kommunikationsschwierigkeiten



Der Austausch von Mitteilungen kann manchmal auf Schwierigkeiten stoßen. Sei es, dass die Kommunizierenden unterschiedliche Sprachen sprechen, verschiedenen Kulturkreisen oder Geschlechtern angehören, ein Gesprächspartner gestresst oder schlecht gelaunt ist, oder aus einem anderen Grund keine Bereitschaft entwickelt/entwickeln will, eine gemeinsame Basis zu finden. Das ist Schade, aber manchmal nicht zu ändern.

Wenn also schon innerhalb der selben Spezies (Mensch) eine Unterhaltung schwierig bis unmöglich sein kann, wieviel schwieriger ist da die Kommunikation zwischen Mensch und Kamel!

Gestern war ich zum fünften Mal in der Arena und habe den lieben Viechern versucht beizubringen, dass sie bitteschön im Kreis marschieren mögen bzw. vor mir hergehen sollen. Es funxt nicht. Bei einer Trainingssession half mir ein Bekannter: er führte, ich gab die Kommandos und trottete hinter her. Das klappte ganz gut, aber alleine habe ich keine Chance.

"Babysteps" war die wiederholte Anleitung des amerikanischen Trainers. Ich muss einen Weg finden, meine Wünsche in die Kamelsprache umzusetzen - ich arbeite daran.

Aber einen kleinen Erfolg konnte ich heute morgen verbuchen:

Ich möchte ihnen beibringen, auf Kommando ein Bein zu heben. Ein Pferdetrainer hatte ein nettes Video veröffentlicht, wie man ohne Druck und viel Theater ein Fohlen dazu bringen kann. Also habe ein paar Scheiben Toast eingesteckt, mich neben ein Kamel gestellt, ein wenig in seine Seite gedrückt, damit die Balance verloren geht, das entlastete Bein umfasst und mit den Worten "paw" für das linke und "foot" für das rechte Vorderbein, den Haxen leicht angehoben. Wenn ich merkte, dass das Tier aktiv mithalf, habe ich sofort aufgehört und mit einem Stück Brot die Aktion belohnt. Alle drei haben mitgespielt, sie haben meine Aufforderung verstanden 💖


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