Montag, 11. November 2019

Zurück in den Alltag

Tatsächlich schon wieder fast drei Wochen seit der Rückkehr vergangen. Die Zeit fliegt dahin.

Nicht viel gemacht. Also direkt mit den Kamelen. Indirekt schon so einiges.

Sattel | So war ich bei Sattler und habe Lailas Sattel abgegeben. Er will versuchen, die Eisenstangen um 10 cm auseinander zu biegen, um das Gestell meinen fatties anzupassen. Der Satteldruck hat mich schon sehr erschreckt. Die Polster müssen auch verkleinert werden - habe neulich auf Instagram gesehen, wie jemand eine Wollpresse eingesetzt hat, um sie zu verschmälern. In Ermangelung einer Presse schlug ich vor, kurzerhand mit dem Auto drüber zufahren. Der Sattler schaute mich zwar ungläubig an, aber dann haben wir die Idee in die Tat umgesetzt. Hat nicht viel geholfen. Wahrscheinlich müssen die Räder für einen längeren Zeitraum auf den Polstern stehen.
Desweiteren müssen die Halsriemen von Jamahls Sattel verlängert werden - ebenso wie die Gurte vom Brustgeschirr. Da hat der Herr Sattler einiges zu tun. Wir haben so lange gequatscht gefachsimpelt, bis die Chance auf ein lecker Mittagessen beim Inder vertan war. Der schließt um 14.30 Uhr und ich verabschiedete mich vom Sattler um 14.20 Uhr.

Reparatur | Der Rückspiegel vom LKW wurde erneuert. Keine Ahnung, wann genau der auf der Reise kaputt ging, wahrscheinlich, als wir in die yards mit den 40 Kamelen gefahren sind. Irgendein ungestümer Geselle ist wohl gegen den Spiegel gedonnert und der wurde durch die blöd angebrachte Antenne vom UHF Radio abrupt gestoppt. Da der Rückspiegel elektrisch bewegt wird und es entsprechend aufwendig ist einen neuen zu besorgen bzw. zu montieren, hat mich dieser kleine Zwischenfall dazu gezwungen, tief in die Tasche greifen zu lassen ($ 1.188).

Futter | Weiter geht's mit Ausgaben: $ 300 für 20 Ballen Luzerne - frisch vom Feld. Sie warten schon seit einer Woche darauf entladen zu werden. Habe aber immer schöne Ausreden parat - meistens ist das Wetter in Schuld. So stürmisch die meiste Zeit, da fliegt das Heu durch die Gegend noch bevor es seinen Platz erreicht. 

Bewegung | Gestern, Sonntag, war es recht angenehm und so bewegte ich die Kamele mal wieder. Eine Runde am Hänger gebunden, die gravel road entlang. Ein Auto hat uns überholt - waren Touristen mit Camping Sachen auf der Ladefläche, zwei Autos sind vor mir in eine Kreuzung eingebogen. Bis jetzt keine polizeiliche Beschwerde (ich werde noch paranoid). 

Normalität | Während ich anfangs dachte, die Kamele haben durch die Interaktion mit ihren Artgenossen einen Entwicklungsschub erfahren, sprich sie wären ruhiger und ausgeglichener, ist jetzt alles wie gehabt. Laila sitzt wieder auf Ali und jagt Jamahl übers Gelände. Ali ließ sich in den vergangenen Tagen nur ungern bürsten, versuchte zu treten und zu schnappen, ihr Höcker schmerzt von dem ständigen aufreiten - also werden sie tagsüber getrennt und nachts muss Laila Fußfesseln tragen! 





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