Donnerstag, 31. Oktober 2019

Oktoberfest (2/4)

Ich liebe den Wilpena Pound. Obwohl ich nicht schwindelfrei bin und bergsteigen gehe hasse - der 21 km Rundweg auf den Mt Mary (die höchste Erhebung von Süd Australien) und durch den Pond - will bezwungen werden. Und jedes Mal schwöre ich mir: nie wieder!!


Meine sportliche Begleitung und sein kuscheliger Freund waren sogar bis ganz auf dem Gipfel oben.


Die nächsten Tage verliefen weniger anstrengend und der letzte Wandertag bescherte uns noch DAS Highlight schlechthin, die Belohnung für alle Mühen: Der Anblick eines seltenen



Am 16.10. ging es zurück nach Beltana zu den camel yards. Wie beim letzten Mal zeigte sich zunächst Jamahl, später folgten Laila und Ali - letztere war einer Streicheleinheit nicht abgeneigt.


Um 09.30 Uhr des darauffolgenden Tages solltes es losgehen. Ich hatte mir vorgestellt, dass ich alles vorbereite, die Expeditionsleiterin erscheinen würde, sie mir Hilfestellung bei der richtigen Beladung der Kamele geben würde und wir dann los marschieren.

Also: der erste Teil passte! Um 09.30 Uhr waren meine Sachen bereit gelegt 😇


Doch dann kam alles ganz anders. Gegen 10.30 Uhr tauchte die Leiterin auf und gab Anweisungen, wie wir die Kamele aus dem riesigen Yard treiben. Sie und eine Begleitung benutzten Geländemaschinen, ich sollte mit meinem Auto dem Weg folgen und bei Ansicht der Kamele kräftig hupen.

Die Aktion dauerte eineinhalb Stunden, gegen Mittag waren alle Kamele vor Ort. 


Mittlerweile waren weitere Hilfskräfte aufgetaucht, 18 Kamele wurden fixiert und das satteln begann.


Drei Stunden dauerte die Aktion, es war 15.00 Uhr als wir endlich die Lokalität verließen.


Mein string bestand aus Mumpy, einer abgeklärten Leitkuh, dann folgten Laila, Jamahl und Ali; das Schlusslicht bildete Molly, ebenfalls eine erfahrene ruhige Dame.

Meine drei waren sehr nervös. Wie üblich warf sich Jamahl auf Laila und wie immer versuchte Ali seitwärts auszuweichen (diesmal allerdings erfolglos, da Molly kräftig dagegen hielt). Es ging querfeldein und die Situation beruhigte sich erst, als wir wieder einer dirt road folgten. 

Ungefähr 5 km liefen wir an diesem ersten Tag. Hört sich nicht viel an, war aber nach all den Vorbereitungen echt genug. Wir erreichten eine Stelle, an der Hilfskräfte (mehrheitlich backpacker) Essen vorbereitet hatten. Ein Anhänger voll mit allem, was ein Team - normalerweise inklusive jeder Menge Touristen - zum Leben braucht: swags, Kessel für Heißwasserzubereitung, Kühlschrank, Trinkwasser, Obst, Gemüse u.v.m.. Sogar an ein mobiles Clo wurde gedacht! Obwohl ich mich eigentlich selbst versorgen wollte, nahm ich das Angebot, an der Mahlzeit teilzunehmen, dankbar an. 


Frisch gestärkt folgte der nächste Schritt: 'shepherding' der Kamele. Die Sättel waren bereits bei der Ankunft im Lager abgenommen worden - nun wurden den Kamelen Fußfesseln angelegt, damit sie sich frei bewegen und fressen gehen konnten. Allerdings durften sie nicht aus den Augen gelassen werden, so folgten wir ihnen gemächlich und nach ca. zwei Stunden fingen wir sie wieder ein und fixierten sie an einen Strauch in der Nähe des Lagers, wo sie die Nacht verbrachten. Der erste Trekkingtag war erfolgreich beendet.

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