Sonntag, 25. August 2019

Wo sich eine Tür schließt...

Es gibt hier tatsächlich eine Rennbahn! 


Kürzlich standen dort einige Pferdeanhänger - ein ungewöhnlicher Anblick. Sonst sieht man vielleicht mal ein paar Schafe den Rasen mähen, das Eingangstor ist i.d.R. verschlossen.

Hm, dachte ich. Wenn man den Pferdebesitzern erlaubt dort zu trainieren, warum nicht auch Kamelbesitzern?

Erste Anlaufstelle war die 'heimliche' Chefin des Ortes, Dianne - die Herrin der Postfächer. Täglich zwischen 09.00 und 10.00 Uhr befindet sie sich bei der Verteilerstelle und wartet auf die Lieferung. 'Wen muss ich fragen, wenn ich das oval benutzen will?' Sie grinste mich an: 'Ich habe die Schlüssel!'

Eine 'gmahte Wiesen' für mich, wie man so schön auf österreichisch sagt. Wir verstehen uns gut, ich erzählte ihr von dem Polizeibesuch und erhielt von ihr die Generalvollmacht, das Gelände nach belieben aufsuchen zu können.


Nachdem es an den vergangenen zwei Sonntagen geregnet und gestürmt hatte, war heute der Tag des Erstbesuchs. Beinahe hätte ich wieder verschieben müssen, weil Ali seit Mittwoch hinkt. Das linke Vorderbein tut weh. Am Freitag verabreichte ich ihr Schmerzmittel und legte einen Verband an (die Sohle schaut wie ein Mondkrater aus), heute lief sie fast normal. Ein flotter Gang über die Wege würde die unebene Fußsohle etwas abschmirgeln - so mein Gedanke.

Für den kurzen Weg zum oval hängte ich die drei an den Anhäger im vollen Bewusstsein des zivilen Ungehorsams. Sollen sie mich doch verhaften. Nach einigen Runden kehrte ich heim, genug Aufregung für die Kamele. Sie waren noch nie dort und somit völlig aus dem Häuschen. Laila schubste und drängelte Ali (was zum Verlust eines Teiles vom Anhäger führte und ich später danach suchen musste) und biss Jamahl ständig in den Nacken. Nächstes Mal verpasse ich ihr einen Beißkorb.

Wenn sie den Weg und das Gelände genügend kennen, werde ich mit dem wagon Training anfangen. Dort ist genug Platz zum rangieren und ich muss nicht die öffentliche Straße benutzen. Mein Grundstück ist wegen der vielen Pflanzen sehr beengt.

Der Herr Molière hat schon Recht mit seinem o.a. Spruch: Wo sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere!

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