Dienstag, 6. August 2019

Wie sagte schon Herr Friedrich von Schiller?

"Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt!"

Gestern versuchte ich noch einmal erfolglos mein Glück beim Schießen. Ich hatte noch Styroporplatten vom neuen Kühlschrank übrig, die ich hinter die Zielscheibe positionierte - ein Fläche so groß wie ein LKW. Trotzdem traf nicht ein einziges Geschoss irgendwo. Ich war absolut ratlos, ob ich zu hoch, zu niedrig, zu weit links oder rechts zielte. Ich gab auf.

Ich brauchte Expertenmeinung, so fuhr ich nach Adelaide auf einem jedermann zugänglichen Schießplatz. Soll $ 50,- kosten stand auf ihrer Webseite, das war es mir Wert. Ich erklärte den netten Herren, dass ich ein Problem hätte, oder möglicherweise selber das Problem wäre. Sie lachten, waren sehr nett und einer erklärte sich bereit mir umgehend zu helfen. Tatsächlich war das Zielfernrohr völlig falsch (bzw. gar nicht eingestellt) und ich schaffte nach Korrektur drei Schüsse, die der Mitte der Scheibe recht nahe kam. Ich brauchte nur $ 5,- bezahlen und fuhr erleichtert heim.

Eigentlich wollte ich noch einkaufen gehen, da erreichte mich eine sms der Nachbarin: die Polizei war auf meinem Grundstück, ob alles in Ordnung sei oder ich Hilfe bräuchte?

Oh je. Was war jetzt los? Die Ruhe war vorbei und ich fuhr schnellstens nach Hause. Ich rief in der Dienststelle an, was ich wohl verbrochen hätte? Nun, es habe Beschwerden über mich gegeben! Das ich mit den Kamelen eine Verkehrsbehinderung darstellen würde! Wtf. Ich war außer mir. Mein Auto und der Anhänger sind ordnungsgemäß registriert, die Kamele hinten angebunden und nicht freilaufend, es ist genug Platz, um an mir vorbei zu fahren oder mich zu überholen. Fünf Jahre hat es keinen gestört und jetzt muss mir irgendein Trottel das Leben schwer machen? Am Sonntag wurde ich von einigen Autos überholt, die meisten fuhren langsam, manche Beifahrer schossen Fotos, viele grüßten ... bis auf ein Wagen! Der raste volle Pulle an uns vorbei, wirbelte ordentlich Dreck auf und hupte anhaltend als er auf unserer Höhe war. Ich zwang mich zur Ruhe, schließlich bedeutete die Situation ein Test für die Kamele, die sie mit stoischer Gelassenheit bewältigten.

Der Polizist war recht nett, er will sich kundig machen, wie die Rechtslage beschaffen ist. Angeblich ist der Hänger samt Kamelen zu breit. Wie auch immer, ich muss jetzt abwarten. Später fand ich noch die Handynummer von dem Beamten (vom Unfall mit dem Backpacker) - an die habe ich ein kurzes Video unseres set-ups geschickt.

TBC

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