Sonntag, 18. August 2019

Enttäuscht auf allen Linien

Ok, ein etwas dramatischer Titel, aber:

  • Das Interview auf SBS hat Null Reaktionen hervorgebracht. Keine einzige Anfrage, Nachfrage, Kritik - gar nichts. Als wenn es niemals stattgefunden hätte. Mein Bestreben, als Sprachrohr für die sanften Riesen zu agieren, gestaltet sich schwieriger als erwartet. Das erinnert mich an die Eröffnung meiner Kleintierpraxis 1984. Am Montag eröffnet und trotz Werbung (im Rahmen des Möglichen, da Freiberuflern aktive Werbung untersagt war) konnte ich meinen ersten Patienten am Samstag (!) Nachmittag behandeln. Es dauert halt einfach, wichtig ist am Ball zu bleiben und sich nicht entmutigen zu lassen.
  • In Zusammenarbeit mit dem lokalen Cartoonisten habe ich ein süßes Logo - als humorvolle Anregung an die Damenwelt, sich unbedingt einer Mammographie zu unterziehen - entworfen.
    Sowohl Aufkleber fürs Auto ($ 3,-) als auch T-Shirts (ca. $ 20,-) können käuflich erworben werden. Der Überschuss geht an die Krebsforschung - kein einziger hat bis jetzt was gekauft. Auch hier muss ich wohl geduldig sein und weiter die Werbetrommel rühren.
  • Der Polizeibesuch nagt natürlich an mir. V.a. das Gefühl, Feinde in der näheren Umgebung zu haben. 'Feinde' ist vielleicht übertrieben, halt Leute, die mir nicht gut gesinnt sind. Hoffentlich werden sie ihren Unmut nicht eines Tages an meinen Viechern auslassen. Da kommen die Erinnerungen an den Verlust von Clare und Coober wieder hoch: wäre ich eine 'local', dann hätten die Farmer meine Hunde sicher nicht erschossen/oder 'put away', wie mir gesteckt wurde. Ich weiß ja bis heute nicht, wie sie ums Leben gekommen sind.
  • Am Freitag folgte ich einer Einladung in die örtliche Bücherei. Ein Autor stellte sein Buch vor und es wurde angekündigt "he will also talk about self-publishing and researching his book, which is sure to be of interest to inspiring writers". Der Inhalt seines Buches interessierte mich überhaupt nicht - irgendwas über die vergangenen Zeiten der Eisenbahn in Australien - aber der Part über das self-publishing. Vielleicht schreibe ich ja mal meine Memoiren? Ich bin extra eine Stunde zu spät aufgeschlagen, um mir die Eisenbahn-Geschichte zu ersparen und wartete gespannt auf den zweiten Teil ... der nicht kam. Ich sprach ihn im Anschluss an den Vortrag darauf an. Am besten ich benutze die google- Suchmaschine, war sein Vorschlag. Aha! Guter Tip, wäre ich nie drauf gekommen 😒.
  • Letzte Woche verbrachten die Kamele auf Grund des schlechten Wetters fünf Tage in der Arena. Und sie sind die einzigen, die mich nicht enttäuscht haben 😀: wie zu erwarten haben sie aus lauter Langeweile das Sieb vom zweiten Tank zerlegt. Hoffe nur, dass sie die Einzelteile nicht geschluckt haben. Es besteht aus Metall, ist also unverdaulich und kann im schlimmsten Fall einen Darmverschluss hervorrufen. Die alte Frau durfte sich wieder mit Reparaturarbeiten beschäftigen.

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