Sonntag, 4. August 2019

Alles, außer Kamele

Juli und August sind für mich die schlimmsten Monate. Auch wenn es nicht regnet, ist es trotzdem kalt und ungemütlich. Der Wind aus der Antarktis und tief hängende Wolken lassen einen Aufenthalt draußen zu einer Strafexpedition mutieren. Kameltraining fällt flach.

Den Kamelen wäre das Wetter egal (wenn es nicht gerade schüttet). Sie haben ein molliges dichtes Fell und genug Grünzeug zum fressen. Manchmal kommen sie noch nicht einmal zum Zaun, um ihr Frühstück in Empfang zu nehmen. Sie schauen nur blöd: "Was will die Alte von uns? Wir brauchen nix!" scheinen sie zu sagen.

So konzentriere ich mich auf andere Dinge. Letzten Montag tuckerte ich mit dem LKW in die Stadt, um diverse Möbel abzuholen. Spülmaschine, Herd, Dunstabzugshaube sowie Spülbecken lieferte ich beim Küchenhersteller ab: so können sie die Schränke um die Geräte herum bauen. Ein neuer Kühlschrank für mich, der alte (größere) kommt in den Neubau. Auch zwei Betten, Matratzen und Nachtkästchen waren endlich abholbereit.

Dienstag transportierte ich mein Moped zum längst fälligen ersten Service. Kaum wieder zurück, erreichte mich die Nachricht, dass ich das Luftgewehr abholen kann. Das tat ich am nächsten Tag, inklusive der Registrierung bei der Polizei.

Am Freitag war es einigermaßen windstill und so versuchte ich einige Schüsse auf eine Zielscheibe.
Ach du meine Güte! Von 10 Schüssen gelangte 1 (einer!) in die Nähe der Scheibe.



So treffe ich keine Taube. Anscheinend muss ich erst das Zielfernrohr ausrichten, bevor ich ordentlich schießen kann.

Heute, Sonntag, habe ich mich doch überwunden die Viecher zu bewegen. Sie an den Hänger angebunden und 15 km gefahren. Seit langem mal wieder an den 'locus conflictus' vorbei, wo im März der Unfall passierte. Dort kam uns ein offensichtlich vom Freiheitsdrang getriebener rebellierender Mob Wollträger entgegen. Habe das Foto auf FB gepostet und kurze Zeit später stand "All sorted" darunter.


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