Montag, 15. Juli 2019

Tiefwinter?

Nennt man so das Gegenteil von Hochsommer?

Es ist jedenfalls grauslich. Letzten Mittwoch war die Kaltfront angesagt. Gerade noch rechtzeitig konnte ich die "verwegenen Drei" in die Arena bringen, dann setzte der Regen ein. Sie waren - wie immer - nicht glücklich, aber ich konnte ruhig schlafen. Donnerstag 10 mm, Freitag 4 mm und Samstag 8 mm Regen - die Tanks sind alle voll. Auch der 77 000 l fire-fighting-tank füllt sich langsam.

Drei Tage beließ ich sie in der Arena. Natürlich haben sie es geschafft, Unsinn anzustellen. Ein Fenster der shed wurde wohl ausgiebig inspiziert und dabei der Rahmen etwas eingedrückt. Ein Wunder, dass das Glas heil blieb. Die Öffnung, wo beim Wassertank das Regenwasser einströmt, wurde ebenfalls einer destruktiven Untersuchung unterzogen: das halbe Sieb (Schutz vor Verunreinigungen) ist weggefressen. Es zu ersetzen bedeutet wieder viel Arbeit, zu vermeiden, dass das nochmal passiert ein schier unmögliches Unterfangen.

Am Sonntag Morgen brachte ich sie auf Koppel Nr. 3, viel frisches Grün erwartete sie.



Jetzt regnet es zwar nicht mehr, aber es ist nach wie vor stürmisch und eiskalt. So zwischen Gefrierpunkt in der Nacht und max. 10°C Tageshöchsttemperatur. Der im Sommer betonharte Boden hat sich in Matsche verwandelt, die Füße der Kamele sind ständig nass.

Hatte gehofft, dass das schlechte Wetter Laila davon abhalten wird, Ali zu bespringen. War wohl nichts. Also ab heute wieder Ali tagsüber auf eine andere Koppel führen und nachts Laila mit hobbles versorgen. Alles wie gehabt, außer, dass ich nicht mit ihnen arbeite.

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