Samstag, 6. April 2019

In der Schule

Das Wetter hat nicht mitgespielt. Es war zwar warm aber unheimlich stürmisch. Auf dem Weg in den Nachbarort konnte ich teilweise nicht die Hand vor Augen sehen, soviel Staub und Erde wurden aufgewirbelt.



Die Kamele kämpften sich tapfer voran. Um 08.03 Uhr verließen wir das Grundstück und um 10.20 Uhr erreichten wir unser Ziel. Ich rief im Schulgebäude an und die Lehrerin kam heraus und zeigte mir den Ort, wo ich parken konnte. Ich wählte ein schattiges Plätzchen unter einigen Eukalyptusbäumen, an die ich eigentlich die Kamele anbinden wollten. Aber sie waren zu nervös. Die Sturmböen bogen die Äste, die Blätter rauschten und die drei tanzten hin und her. Ich ließ sie einfach am Anhäger und baute eine kleine Barriere um sie herum.

Dann kamen die kleinen Schüler. Ach waren die süß und so brav. Ganz artig standen sie so, wie ihnen aufgetragen. Ich erklärte einiges über die Besonderheiten der Tiere - den Höcker, die schlitzförmige Nase, die langen Wimpern, die behaarten Ohren, die Form der Füße und und und. Dann durfte jedes Kind der verfressenen Ali ein Ästchen von einem salt bush geben, jeder durfte sie unter meiner Anleitung streicheln. Die ganz kleinen hob ich sicherheitshalber auf den Arm. Ständig beobachtete ich mit Argusaugen, wie Ali drauf ist. Aber sie war mittlerweile recht entspannt und hat nicht einmal Widerstand in Form von Treten oder Spucken geleistet.

Die Stunde war recht bald vorüber. Eines der Kinder bedankte sich im Namen aller bei mir und ein kleines Mädchen gab mir noch eine feste Umarmung. Jeder Schüler erhielt einen Kühlschrankmagneten in Form eines Kameles zum Andenken. Auch jede Menge Fotos wurden von den anwesenden Betreuer und Lehrer gemacht. Ich weiß nicht, ob ich die veröffentlichen darf, deshalb nur eines von mir, der stolzen Kameltreiberin ☺.


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