Donnerstag, 10. Januar 2019

Vorgezogenes Training

Eine neue Hitzewelle steht an. Morgen, Freitag, sind 37°C vorhergesagt, 41°C am Dienstag nächster Woche. Also habe ich den heutigen frischen Morgen benutzt, das Sonntagstraining vorzuziehen. Diesmal unter verschärften Bedingungen - mit Sattel.


Das Equipment (zwei Sättel und vier Säcke mit je 20 l Wasserbehälter) im Trailer zur Koppel gebracht, die Kamele einzeln herausgeführt und fertig gemacht. Ali hat nur eine Decke und ein Brustgeschirr erhalten. War kompliziert genug, da ihre Deckenphobie noch immer aktuell ist. Allerdings nicht mehr sehr ausgeprägt. Sie hüpft halt hoch, aber beim vierten Anlauf blieb sie liegen. Kein spucken und keine Durchfallorgie.

Dafür benahm sich Laila wie eine Mimose. Sobald ich mich ihr mit dem Sattel näherte, versuchte sie aufzustehen. Ging ja nicht, da ihre Vorderbeine gefesselt waren, trotzdem robbte sie mir ständig davon. Dann fing sie an zu zittern! Sie hatte tatsächlich Angst vor dem Ding. Irgendwie brachte ich den Sattel auf ihren Höcker, ließ sie ein paar Minuten kontemplieren, entfernte den Sattel und widmete mich Jamahl. Der ließ alles mit sich geschehen, begann sogar zu wiederkäuen. Nachdem der Bursche fertig war, wandte ich mich wieder der Primadonna zu. Diesmal klappte es auf Anhieb und ohne zu zittern. Ein-einhalb-Stunden habe ich für die Vorbereitung gebraucht, das brüsten und halftern vorher nicht eingerechnet!

Abfahrt

11 km am Stück gefahren, nach zwei Stunden wieder daheim. 

Rückkehr

Die Sättel blieben bis zum Schluss auf ihrem Höcker - kein verrutschen, kein heruntergleiten. Wieder verging eine gute Stunde, bis ich sie von allem befreit hatte und alles ordentlich verstaut war. Zur Belohnung sägte ich noch ein paar kräftige Äste von den Akazien, die dankbar angenommen wurden. Ebenso ein kühler Trunk und ein Staubbad schafften Erleichterung von der körperlichen Anspannung. 

Mein Mittagessen nahm ich um 15.00 Uhr ein 😀.

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