Montag, 22. Oktober 2018

Feige

Natürlich habe ich mich nicht getraut mit den Kamelen im LKW zu der letzte Woche ausgekundschafteten Stelle zu fahren, eine Runde zu marschieren und mit dem LKW zurück. Hauptsächlich weil ich nicht weiß, wie ich sie an einem fremden Ort wieder verladen soll? Auf meinem Grundstück kann ich den Truck so platzieren, dass die Laderampe auf der einen Seite vom Zaun, auf der anderen Seite vom Auto oder Rasenmäher begrenzt wird. Ohne Hindernis weichen die Viecher rechts oder links aus und es wird mir in dem aktuellen Trainings-Stadium unmöglich, sie in den LKW zu bugsieren.

Stattdessen durften sie hinten am Anhänger angebunden den Berg hoch und wieder runterlaufen, danach im Gänsemarsch den letzten Kilometer mit mir über Nachbars Grundstück heimgehen. Jamahl bekam zu seinem Halfter eine Zugkette um die Nase, die ich mit einem Seil hinten an Laila's Brustgeschirr fixierte - das sollte ein stupsen und vordrängeln verhindern. Es wirkte ganz gut, trotzdem war der Weg den kleinen Hügel zum dry creek hinunter wieder anstrengend, es war mehrmals erforderlich eine Runde zu drehen, weil sie einfach nicht abwärts sondern seitlich aufwärts gehen wollten. Aber wir kamen letztlich heil nach Hause. Laila trat mir einmal voll auf den Fuß und ein anderes mal knallte sie ihren Schädel auf meinen Hinterkopf. Weiß nicht, ob das Absicht war oder ein Versehen, konnte ihre Intentionen ja nicht wahrnehmen.

Jedesmal, wenn ich mit den Biestern marschiere, schwanken meine Gefühle zwischen Himmel hoch jauchzend und ... Panikattacken. Warum Panik? Ich denke, eine andere Bloggerin kann das besser und humorvoller beschreiben als ich.

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