Mittwoch, 11. Juli 2018

Es geht weiter

Der kurze Besuch auf der Merna Mora Station hat neue Perspektiven für mich eröffnet.

Bis dato wollte ich eigentlich wieder zur Beltana Station, doch hatte sich in der Zwischenzeit einiges geändert. Die Eigentümer veräußerten die Farm und seitdem dient sie einem anderen Kamel-Unternehmen als Basis. Die wiederum waren vorher auf der Wonoka Station, also rief ich dort an, ob ich mit meinen Kamelen willkommen wäre. Die Eigentümerin jammerte mir einiges vor: dass es nix mehr zu fressen gibt für die Tiere, wie sehr sie mit der Trockenheit zu kämpfen hätten, eventuell könnte ich kommen, wenn ich mein eigenes Futter mitbringen würde. Und überhaupt, wie ich mir das denn genau vorstelle. Ich solle ihr meine Daten geben, sie würde mich später kontaktieren.

Tatsächlich rief sie noch am selben Tag zurück: Also, wenn ich Futter mitbringe, eine noch vorzubereitende Haftungsauschluss-Erklärung unterzeichne, $ 50,-/Tag bezahle und die Tiere am Abend wieder in den Yard stelle, dann kann ich kommen. Der Preis ist ganz schön happig für einen Campingplatz und etwas Wasser. Aber sei's drum. Womit ich mich nicht anfreunden kann ist der Umstand, abends wieder am Ausgangspunkt zurückkommen zu müssen. Ich will doch trekken - zwar nicht monatelang, aber doch ein paar Tage hinter einander. Im Kreis laufen kann ich auch zu Hause.

Beim einchecken auf Merna Mora traf ich auf den Besitzer und fragte ihn ob ich bei ihm trekken könnte. Und siehe da, er hatte nichts dagegen. Die o.a. Ellis-Familie war nämlich vor Wonoka auf dieser station gewesen, er hatte somit Erfahrung und konnte sich vorstellen, Kamele zu beherbergen. Kein Jammern, keine Rede von einer Verzichtserklärung und Futterbereitstellung. Bei meinen kurzen Spaziergängen mit dem Hund entdeckte ich im dry creek viele Acaciae victoriae - dornige Akazien, die von Schafen und Rindern gemieden, allerdings von Kamelen bevorzugt gefressen werden.

Auf in die Flinders! Jetzt warte ich nur noch auf die Lieferung meines neuen Trucks. Jawohl, die alte Frau hat den LKW-Führerschein geschafft und sich ein Gefährt gekauft. Die Bedingung für den Kauf war, die Ladefläche um 50 cm zu erhöhen. Es war ein Pferde-LKW und nur 2 m hoch. Jamahls Höcker ist jetzt schon höher und der Bursche wächst noch immer.






Beginn der Umbauarbeiten:


Beinahe fertig:


Das Gefährt wird mir vom Vorbesitzer bis vor die Tür gebracht - sind ja nur 1550 km (one way) ☺

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