Samstag, 5. Mai 2018

Kalifornien (1)

Die Zeit fliegt. Eigentlich wollte ich täglich von unserer Reise berichten - es ging einfach nicht. Den ganzen Tag mit grundsätzlichen Dingen beschäftigt: wie kommen wir von A nach B, wo übernachten wir, was essen wir usw. Abends ins Bett fallen und gut ist.

Nach zwei Tagen in Santa Monica mit Schnellbesuch zum Hollywood Zeichen,


Beverley Hills und Walk of Fame am 27. April den Campervan abgeholt und Richtung Pacific Highway nordwärts gefahren. Erste Station Malibu, danach Pismo 😁und schließlich zwei Tage San Francisco mit den üblichen Highlights (Alcatraz, Fishermen's Wharf, Golden Gate Bridge, Cablebahn, Lombard Street,...).



Ich hatte eine kurze Niederbruchsphase - es war mir einfach zuviel. Keine Pause von dem unermüdlichen Verkehr. Ganz Kalifornien scheint aus einer riesigen Autoschlange zu bestehen. 3 Spuren, 6 Spuren, 8 Spuren, Straßen in allen Richtungen, nebeneinander und übereinander. Es wollte einfach nicht aufhören. So hatte ich den Bundesstaat nicht in Erinnerung. Menschen, Menschen, Menschen. Keine ruhige Minute.

Auch der Weg zu unserem nächsten Ziel war geprägt von der Hetze des Verkehrsstroms. Wir passierten Sacramento, noch immer dichtgedrängt in achtspurigen Bahnen. Erst als es in Serpentinen die Berge zum Lake Tahoe hochging, beruhigte sich die Blechlawine.

Angeblich soll der See zum schönsten Flecken der Erde gehören. Würde sagen, es ist Geschmacksache. Sicher ist er nett anzuschauen, dass ist ein Bergsee in den Österreichischen Alpen aber auch.



Wir umfuhren das Gewässer und fanden keine unverbaute Fläche. Ein Holzhäuschen reihte sich an's nächste, sogar mehrstöckige Ferienhausanlagen verschandelten die Gegend. An der Grenze zu Nevada standen zwei riesige Casinos wie Trutzburgen in der Landschaft - es fehlten lediglich die Schießscharten auf den Flachdächern.



Es war eisekalt und eine 10 km Rundwanderung führte durch Schneeverwehungen (wir haben Mai!).
Ich freute mich, als es gestern wieder Richtung Süden ging. Zum ersten Mal genoss ich die Aussicht - der Verkehr war weniger intensiv, der Weg von den schneebedeckten Bergen der Sierra Nevada gesäumt.


Ein 13 Stunden Gewaltakt, fast 900 km später und wir landeten in Ramona.

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