Montag, 31. Dezember 2018

Von der Stirne heiß...

... rinnen soll der Schweiß.

Zum einen, weil es mit jedem Schritt wärmer wurde. War es zunächst noch angenehm und ein erfrischendes Lüftchen umwehte uns Spaziergänger, erwärmte es sich mit jedem Kilometer um ein paar Grad.

Letzte Woche Sonntag verbrachte ich die 11 km Runde im Auto, ließ nur die Kamele schwitzen, diesmal überwand ich meinen inneren Schweinehund und parkte die Kiste nach 3 km, um mit den Kamelen den Rest des Weges zu laufen. Verkehr war nicht zu erwarten, es ist Urlaub, die kümmerliche Ernte ist eingebracht und außerdem schon Mittagszeit. Nur ein Nachbar schlich uns entgegen, wahrscheinlich zwang ihn der Frühschoppen, die Seitenstraße zu benutzen.

Es war erbaulich, ruhig, gleichförmig, so wie ich mir trekken vorstelle. Vor einem Jahr hatte ich von dieser Formation nur träumen können. Aber wie das halt so ist, der Schweiß wurde auf den letzten Metern noch zum Angstschweiß! Ich hatte schon gemerkt, das Jamahl zunehmend ungeduldiger wurde. Anfangs war er genau wie die anderen begeistert, von den Büschen und Bäumen schnabulieren zu können. Als wir immer näher Richtung Grundstück gelangten, schob er Laila einfach vor sich her, wenn sie sich wieder einer Mahlzeit zuwenden wollte. Als wollte er sagen 'Nix da, jetzt wird heim gegangen. Gefressen wird später.' 20 Meter vor dem Tor, machte er unvermittelte Bocksprünge. Keiner war darauf gefasst, Laila dachte es galt ihr und sprang dann auch und ich mitten drin. Was war ich sauer. Er schubste und hupfte und ich hieb ihm ein paar mal eine über seinen dummen Schädel. Nicht die feine englische Art und es bringt ja auch nichts, aber ich war so überrascht und wäre beinahe hingeflogen, dass mir in diesem Moment die Kontrolle verloren ging.

Nachdem ich sie glücklich auf der Koppel untergebracht hatte, musste ich notgedrungen nochmal 3 km in der Mittagsglut laufen, um das Auto zu holen. 11 km können ganz schön lang werden... ich muss nicht nur die Kamele trainieren, sondern auch mich! Und ich brauch ein paar gescheite Schuhe!



Freitag, 28. Dezember 2018

Außer Gefecht

Sitzen und schwitzen. Mehr ist nicht möglich.


Außer man ist ein Kamel. Dann kann man den Elektrozaun außer Gefecht setzen (zum drölfzigsten Mal) und sich aufeinander stürzen. Und den Trog umschmeißen, sobald er frisch gefüllt ist. Ist ja lustig der Alten zuzusehen, wie sie sich mit den 20 l Wasserkanister abmüht. Grrrr

Mittwoch, 26. Dezember 2018

Kick

Vor mehr als 30 Jahren - in Besitz von zwei Schafen und einer Zwergziege - bestand die Notwendigkeit den kleinen Gemüsegarten vor den inquisitiven Erkundigungen der Pflanzenfresser zu schützen. Ein Elektrozaun versah diesen wichtigen Dienst. Kurzzeitig. Emma, die Ziege schien gefallen an dem kurzen Elektrokick zu finden, regelmäßig quetschte sie sich unter den Draht.

In dieser Kategorie ist offensichtlich Ali zu finden. Andere feiern Weihnachten, ich mühe mich den halben Tag bei 36°C im Schatten ab, Koppel # 4 zu unterteilen. Es sind zwar noch keine vier Wochen vergangen, aber es ist eine Hitzewelle angekündigt und das wenige Grünzeug wird bald verdorren. Koppel drei, auf der sich die Kamele befinden, besteht nur noch aus Geröll.

Als Dank für meine Bemühungen fand ich heute morgen das gewohnte Bild vor: alle drei vereint auf der Hälfte, die eigentlich nur Laila und Jamahl beherbergen sollte. Das starke, neu erworbene zweihundert Dollar teure Elektroband war weder aus der Verankerung, noch quer durch gerissen. Ali ist trotz Strom einfach unten drunter marschiert.


Nach dem Frühstück trennte ich die Bagage wieder, nur um sie abends wieder vereint vorzufinden. Morgen werde ich Laila isolieren, vielleicht klappt es dann. Es geht kein Weg an einer Trennung vorbei: Laila befriedigt sich nach wie vor auf der Ali und die hat schon wieder eine wunde Stelle auf ihrem Höcker.


Montag, 24. Dezember 2018

Merry Christmas




[Weihnachtsdekoration vor dem Grundstück des Cartoonist 😁]


Sonntag, 23. Dezember 2018

Würmer

oder keine Würmer? Natürlich könnte ich entsprechende Kotuntersuchungen durchführen, spare mir aber die Mühe. Kein sehr wissenschaftlicher Ansatz, ich weiß. Aber es besteht kein Verdacht: ihr Kot ist fest und geformt und ihr Ernährungszustand ist SEHR gut. Sollten sie doch das ein oder andere Spulwürmchen in ihrem Darmtrakt beherbergen, dann geht von ihnen keine Gefahr aus. Die eventuell ausgeschiedenen Wurmeier können unter den hiesigen Bedingungen kaum überleben, es ist zu trocken und zu heiß. Anders sieht es wohl in den nördlichen Breiten aus, feuchtes und mildes Wetter begünstigen das Überleben der Eier, eventuelle Eiseskälte konserviert die Parasiten, tötet sie nicht ab. In den USA bilden Darmparasiten eine großes Krankheitspotential.

Geringgradiger Wurmbefall sollte von einem gesunden Tier problemlos toleriert werden, Parasiten killen ja nicht - es wäre Selbstmord für sie - sie würden mit dem Wirt zu Grunde gehen und mit der Zeit aussterben.

Wie auch immer. Um mein Gewissen zu beruhigen habe ich der Crew sicherheitshalber ein Spot-on Präparat (Ivomec) verpasst: 1ml/10kg KG im Bereich der Schulterblätter und Hüfthöcker. Den Höcker soll man vermeiden, das Fett verhindert angeblich die Resorption. Applikation verlief ohne Zwischenfälle, Nebenwirkungen waren nicht festzustellen.


Mittwoch, 19. Dezember 2018

Inventur

Vor zwei Jahren habe ich sie zuletzt vermessen, um ihr Gewicht festzustellen. Mittlerweile kahl, ist nun ein guter Zeitpunkt, die Prozedur zu wiederholen. Ergebnisse wie folgt (peinlich, peinlich):

Jamahl 1,90 x 2,28 x 2,80 x 50 = 606 kg

Laila    1,80 x 2,15 x 2,50 x 50 = 483 kg  [11.01.2017: 440 kg]     + 43 kg   + 5 cm

Ali       1,73 x 2,25 x 2,70 x 50 = 525 kg  [11.01.2017: 464 kg]     + 61 kg   + 3 cm


😟

Dienstag, 18. Dezember 2018

Bastelarbeiten

Die Scheune, wo der LKW residiert, hat auch ein abschließbares Abteil in dem bald ein Zwangsstand errichtet wird. Falls unangenehme Prozeduren durchgeführt werden müssen, können die Tiere so fixiert werden, dass sie nicht ausweichen und sich wehren können. Außerdem werde ich alles kameloide dort unterbringen, von Sättel über Seile bis zu Pflegeartikel. Hat sich schon einiges angesammelt und es ist praktisch, alles an einem Ort zu haben.

Am Sonntag war ich im Baumarkt um zwei Regale und eine Werkbank. Wollte was stabiles, was bleibendes und erwarb das teuerste, was der Laden hergab. $ 789,- ... nur um festzustellen, dass es sich um 'gute' chinesische 'Wert'arbeit handelt. Drei Tage werkel ich schon, die Schrauben in die Löcher/Muttern zu bringen ist Fitzelarbeit. Die Gewinde greifen nicht, die Schlitze sind bei zweimal fest drehen ausgelutscht, alles wackelt. Habe schon den halben Werkzeugkasten angeschleppt, obwohl man angeblich nur einen Schraubenzieher zum Zusammenbau braucht. Es ist zum Haare raufen.


Sonntag, 16. Dezember 2018

Sonntagsfreuden


Yeah! Mit heutigem Tag sind die Bauarbeiten für beendet erklärt! Mitte der Woche mailte mir die Gattin des Bauleiters, dass ja alles fertig sei und sie wünsche Frohe Weihnacht. Darauf musste ich doch leichten Widerspruch einlegen: zwei seitliche Leisten fehlten, sodass jeweils ein Zwischenraum von gut 10 cm klaffte, der Müll stapelte sich weiterhin und ich bin nicht einverstanden, dass die Schraubenspitzen drohend in die Arena deuten. Dann müsse man halt in der Innenseite den Bereich mit Blech verkleiden, das ginge auf meine Rechnung. Warum? Sollen sie die Schrauben gegen kürzere austauschen oder die Spitzen mit einem Winkelschleifer abschneiden!
Heute morgen, ich wollte mich gerade auf dem Weg ins Bauhaus machen (Regale für die Scheune besorgen - nein, kein Training, da Nieselregen), hörte ich Schleifgeräusche. Tatsächlich war der Bauleiter am werkeln - es ist immerhin Sonntag - und sein Teenager-Sohnemann schliff die Schraubenspitzen ab, alle, [2 x 40 m und 2 x 20 m alle 10 cm eine Schraube], da war er ein Weilchen beschäftigt. Ich ließ den Bauleiter das Formular für die Behörde unterschreiben, dass der Bau den Bedingungen entsprechend errichtet worden ist, morgen maile ich meine Freigabe an die Firma.

Der Installateur hat bereits den septic tank gebracht und fachgerecht verbuddelt. Es war ein glücklicher Zufall, dass meine Nachbarin den selben Fachmann beauftragte wie ich (naja, es gibt eh nur zwei in der Gegend). Als er Montags den Anschluss für ihr neues Haus durchführte, war er schneller fertig als erwartet. Da die Bagger und LKW schon vor Ort waren, machte er bei mir weiter. 

Die Arena kann ich noch nicht benutzen. Die Rohre von der Regenrinne auf der südlichen Seite müssen unterirdisch quer durchs Gebäude verlegt werden; auf der Nordseite führen sie direkt in die Wassertanks und sind schon angeschlossen. Der Starkregen am Freitag (20 mm -  der creek ist wieder geronnen) hat die Tanks bereits zu einem Viertel gefüllt. Sobald das erledigt ist, wird der Sand geliefert und dann, ja dann können die Kamele einziehen.

Abendbrot mach die Wangen rot ☺


Samstag, 15. Dezember 2018

Diät

Ein weitere Grund, warum die Kamele nicht fett werden sollen (außer dem, dass sie in fortgeschrittenen Jahren an Arthrose und Arthritis erkranken können):

...Working bullock camels don't last many years when free on good feed. They get so fat and their humps so heavy that sooner or later, when lying on their sides with the back facing down hill, they can't get up, and so they die there. ... (Camels and the Outback, H.M. Barker, Hesperian Press, 1964

Also bei Ali kann ich mir das schon jetzt vorstellen. Aber es ist so verdammt schwer, sie kurz zu halten. Die Koppel ist bereits leer gefressen und sie stehen den halben Tag am Tor und warten, dass die Alte ihnen was bringt.

Freitag, 14. Dezember 2018

Schafskälte in Oz


Mittwoch 33°C seit Donnerstag wieder grauslich. Da passt es ja, dass die Kamele jetzt nackt sind. Nicht.
Hatte ein kurzes Video von einer zitternden Ali online gestellt und wurde gleich als 'cruel' bezeichnet, ich solle mich besser um meine Tiere kümmern!
Fehlte noch, dass sie mir den Tierschutz auf den Hals hetzen 🙇 Jaja, selber Schuld, was muss ich mir auch die Blöße geben. ... Also kein Video einer zitternden gequälten Kreatur, besser nur ein Cartoon, da kann nix schief gehen.



Nachtrag: Sie haben überlebt, tragen keine bleibenden Schäden davon und ab morgen wird's Wetter wieder besser.

Donnerstag, 13. Dezember 2018

18 Monate

hat sie noch gelebt. 'Chardonnay' - umbenannt zu 'Ulla' - dürfte knapp an die 40 Jahre alt geworden sein. Kann mich noch erinnern, dass ich den ehemaligen Besitzer anrief, er möge seine beiden Kamele (die ich mir zwecks Erziehungsmaßnahme für Laila ausgeborgt hatte) bitte wieder abholen. Ich hatte ernsthaft bedenken, dass die alte Kuh demnächst tot umfallen würde. Sie war so fragil und dann noch der weiße Schaum, der eines Morgens aus ihrer Nase tropfte ... Ihr neuer Besitzer hat sich liebevoll um sie gekümmert. Ruhe in Frieden, altes Mädchen.


Mittwoch, 12. Dezember 2018

Coiffeur

Noch immer nicht alles Fell ausgebürstet. Zwei Stunden lang das Team bearbeitet, was noch fehlt sind die Schulterpartien bei Laila und Jamahl, sowie die völlig verfilzten Bärte bei Ali und Laila.

Während ich beschäftigt bin, sind die Kamele am Zaun fixiert und langweilen sich. Laila tritt ständig von einem Fuß auf den anderen und brüllt (jawohl, wenn ich sie nicht bürste und sie nur stehen muss, auch gerne die ganzen zwei Stunden), Ali meckert leise vor sich hin und scharrt mit einem Vorderbein und Jamahl ... legt sich hin und macht ein Nickerchen. Heute lag er sogar auf der Seite, den Kopf auf meine Füsse gebettet, die Augen geschlossen und völlig weggetreten. Als er wieder in Brustlage war und es ihm etwas zu sehr ziepte, versuchte er nach mir zu schnappen. Es ist nur eine Andeutung von beißen, er zieht sofort den Kopf zurück und drückt dabei seine Augen ganz fest zu in Erwartung eines Klaps' ins Gesicht. Dabei haue ich ihn gar nicht - ich hebe nur meine Hand - aber er ist wohl von seinen Vorbesitzern geschlagen worden, also besser die Augen schützen. Er weiß sehr genau, dass er nicht beißen darf - aber man kann es ja versuchen.


Dienstag, 11. Dezember 2018

Vier Tage

hat's gehalten. In der früh einen durchgerissenen Elektrodraht vorgefunden und die Mischpoke ist wieder vereint.



Ich lass das jetzt so - spätestens wenn Laila wieder blöd wird, versuche ich es nochmal mit einem breiteren und somit besser sichtbaren Elektroband.

Laila geniest ein Staubbad, natürlich auf Ali's Seite: viiiel besser als auf ihrer Seite der Koppel.




Sonntag, 9. Dezember 2018

Sonntagsblues

Wieder kein Training. Gewitter am Morgen, 



schwül während des Tages. Keine Lust. Nichts desto trotz für die Viecher unterwegs gewesen: gestern mit dem LKW für $ 300,- Stroh und Heu gekauft (sie könnten ja verhungern), heute die Ladefläche voller Akazien-Äste am Straßenrand geerntet.

Außerdem mit einem amerikanischen cameleer Kontakt aufgenommen. Der will Ende Mai/Anfang Juni kommen und mit mir meinen ersten Trek in den Flinders gehen. Er verlangt wesentlich weniger als die australischen (US$ 200/Tag gegen AU$ 750/Tag). Soll mein Geburtstagsgeschenk von mir an mich werden. 

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Ganz schön frech, mein Haus- und Hofcartoonist 😀








Samstag, 8. Dezember 2018

Umzug

Vor ein paar Wochen wurde ich gefragt, ob ich mit meinen Kamelen an dem diesjährigen Christmas Pageant teilnehmen mag. Ich überlegte hin- und her, sagte dann aber ab. Die Tiere sind einfach noch nicht ruhig genug. Außerdem las ich von einem Zwischenfall in den USA wo ein Reitkamel durchging, nachdem ein Kind eine Schaufel zwischen seine Beine schmiss. An so was mag ich gar nicht denken. Wenn viele Menschen am Straßenrand stehen kann es ohne weiteres passieren, dass irgendein besoffener Trottel die Viecher als Zielscheibe benutzt.

Mit Bedauern nahmen die Veranstalter es zur Kenntnis, meinten dann, ob ich nicht mit meinem pink ute teilnehmen wolle - die Kinder mögen ihn. Also gut, abgemacht. Ich erwarb zwei Pappkarton- Kamele (die ich leider nur halb zur Schau stellen konnte, da ein heftiger Wind blies)


lies in der Früh mein Auto von einem professionellem Polierer auf Hochglanz bringen und fuhr mit meinem rosa Auto und fake Kamelen in der Parade mit.


Nachbarskinder verteilten Kühlschrank-Magneten in Form von Dromedaren. Hoffe, es hat den Kids zugesagt.

Freitag, 7. Dezember 2018

Nikolaus Geschenke

Eigentlich wollte ich die Kamele auch im Dezember auf der größeren Koppel 2 lassen, aber ein klein wenig Grünzeug ist inzwischen auf der 3. Koppel gewachsen. Sollen sie es genießen, bevor die Sonne es verbrennt. Optimistischer Weise das Gelände mit Elektrozaun unterteilt, mal sehen, wie lange es diesmal vorhält. Laila wird zunehmend ruhiger - es ist ihr wohl zu warm zum stänkern bzw. lassen die Hormone im Sommer nach. Aber sicher ist sicher, mein Moppelchen soll unter allen Umständen vor Lailas Hüpferei geschont werden.


Während ich im Schweiße meines Angesichtes mit dem Ab- und wieder Aufbau der Ständer beschäftigt war, ist das Haus der Nachbarin geliefert worden. Sie hatte sich letztlich für die selbe Firma entschieden, bei der ich mein Haus erworben hatte. Sogar dieselbe Größe (20 m x 7 m) wie meines! Nur diese komischen nutzlosen Erker auf dem Dach wollte ich nicht und die Farbwahl sowie das individuelle Zimmerlayout unterscheiden sich voneinander.



Donnerstag, 6. Dezember 2018

Decke auflegen, die x-te!

Begeisterung sieht anders aus, aber es hilft nichts. Ali leidet noch immer unter ihrem "Deckentrauma", dass vor zwei Jahren entstand, als ihr Höcker von Laila malträtiert wurde. Sie verbindet auch nach so langer Zeit die Decke mit Schmerzen. X-mal ist sie aufgestanden, hat sich immer wieder nach dem Ding umgesehen und erfolglos versucht, es weg zu kicken.



Schließlich musste ich ihr das Halfter umlegen, damit sie sich wieder ablegt. Ein paar Windstösse - die böse Decke bewegt sich - Drama für die Queen. Allerdings hat sie mich nicht bespuckt und sich nicht angesch...n. Insgesamt ein Schritt in die richtige Richtung.


Mittwoch, 5. Dezember 2018

Truck Ladetraining

Schönes Wetter, es wird Zeit mal wieder zu arbeiten. Das wichtigste ist im Moment das Ladetraining. Der Sommer ist so gut wie da und die Gefahr eines Buschfeuers wieder aktuell. Wenn es brennt, muss ich in kürzester Zeit packen und die Viecher verladen. Das muss zack-zack gehen. 

Dieses Mal verschärfte ich die Bedingungen (für mich), in dem ich eine Seite der Rampe nicht durch ein Hindernis begrenzte. Das nutzte Jamahl voll aus. Mindestens drei Mal schaffte er es, sich auf die freie Seite zu schlagen, aber nach 20 Minuten hatte ich ihn oben. Laila's Tricks kenne ich mittlerweile, das wichtigste ist, das Seil immer auf Spannung zu halten. Einmal nicht aufpassen und sie befindet sich im Rückwärtsgang. Diesmal ging es wie geschmiert und Ali stieg beinahe freiwillig in den Truck.



Montag, 3. Dezember 2018

Zahnweh - oder so

Irgendetwas ist wieder mit den Backenzähnen oder dem Gaumen. Laila frisst in Zeitlupe und schiebt die Karotten-Stückchen von einer Backentasche in die andere. Wäre ja nicht so schlimm, wenn es nicht mit dem Kampf, das Halfter anzulegen, verbunden wäre. Sie windet sich wie ein Aal und brüllt, wenn ich irgendwann doch erfolgreich war und es ihr über die Nase werfen konnte.




Ali und Jamahl sind schon lange mit ihrem Frühstück fertig und Laila muss noch überlegen, ob sie den Rest auch noch frisst.



Sonntag, 2. Dezember 2018

Trainingspause

Zweiter fauler Sonntag. 
Letzte Woche regnete es in der Früh, so entschloss ich mich etwas für mein social life zu unternehmen. Ich fuhr nach Adelaide in den Austrian Club zum groß angekündigtem Frühschoppen. Nachdem ich an meinem $ 7,- alkoholfreien Bier genippt hatte und feststellte, dass es doch noch 0,5 % Restalkohol beinhaltete, verschenkte ich das Gesöff an den Sitznachbarn und verließ, als der Keybordspieler mit "Rosamunde" anfing, fluchtartig den Ort des Grauens. Das Altersheim spare ich mir für später auf 🙅.

Heute stürmte es, ebenfalls kein Kamel-Spaziergeh-Wetter. Ich hatte deutschsprachigen Besuch, der wurde kurzerhand zur Fellpflege verdonnert. Hat seine Sache gut gemacht und wurde deshalb mit
einem Tässchen Tee und einem Stück Weihnachtsstollen für seine Bemühungen belohnt. 







Jamahl - noch etwas skeptisch



dann aber doch relaxt.


Laila braucht noch eine Weile, bis sie alle Haare abgeworfen hat.


Ali ist bis auf ihren Bart schon fertig. Wir haben schön ☺

Samstag, 1. Dezember 2018

Es bleibt bei drei 😢

"Duration of pregnancy in the dromedary has a range of 370 - 405 days with an average of 385 days."

Also, ich kann heute mit 100 %iger trauriger Gewissheit sagen, dass Ali nicht trächtig, sondern schlicht und ergreifend fett ist.


Am 31.10.2017, also vor 390 Tagen, habe ich sie von ihrem Zwangsaufenthalt in Orroroo abgeholt und so sehr gehofft, dass Harry, der Bulle, sie geschwängert hätte. Trotz der Aussage des Besitzers, dass der Bulle nicht in der Brunst gewesen war - die unabdingbare Voraussetzung für einen erfolgreichen Deckakt - habe ich täglich nach dem Euter geschaut und auch schon Babytritte im Bauch gesehen. Waren aber offensichtlich doch nur Darmschlingen, die sich bewegten. Bugger 😢

Freitag, 23. November 2018

'Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut' ...

... beruhigte mich meine Nachbarin.

Jedenfalls fand ich es ganz schön frech, was der Bauführer von sich gab. Hat gestern der Firma mitgeteilt er sei fertig. Ich soll nun ein Formular ausfüllen mit der Bestätigung, dass der Bau den Vertragsbedingungen entsprechend in Ordnung sei, sowie den ausstehenden Restbetrag überweisen. Ich verstehe unter Fertigstellung etwas anderes, nämlich die Nutzbarkeit der Gebäude.

Das Schiebetor der LKW-Scheune ist nicht funktionstüchtig, außerdem steht sie voller Gedöns von den Bauarbeitern.


Bei der kleinen Scheune fehlt die Eingangstür.


Und Müll überall.



Der Bauleiter war heute morgen leicht angefressen, er will morgen (Samstag) den Dreck persönlich wegschaffen, obwohl es angeblich nicht seine Aufgabe wäre. Ist mir ziemlich egal - es soll endlich fertig werden.


Donnerstag, 22. November 2018

Eisheilige auf australisch

In der Nacht hat es gestürmt und geregnet, ich konnte kaum ein Auge zudrücken. Dauernd musste ich an die armen Viecher draußen denken. In der Früh konnte ich beobachten, wie Ali am ganzen Leib zitterte. Sie ist bis auf den Schulterbereich nackt und leidet trotz ihres Körperfetts am meisten.

Ein großer Ast eines Eukalyptusbaumes ist wie ein Streichholz abgebrochen.


Bei der Morgenrunde konnte ich die Kamele zunächst nicht sehen. Obwohl sie den LKW hassen, wussten sie sich in seinen Windschatten zu stellen und ein wenig Schutz zu finden.


Mittwoch, 21. November 2018

Arbeitsmotto

Ein SEHR weiser Spruch, wenn man mit Kamelen arbeitet. Das arabische Schriftzeichen bedeutet wohl 'Allah' oder 'Gott'. Vertrauen ist gut und schön, aber ein bowline Knoten wesentlich zuverlässiger wenn man nicht will, dass das Tier sich davon macht.




Dienstag, 20. November 2018

Monster

Gestern 32°C, heute 13°C und recht frisch. Laila war wie aufgezogen. Als ich Frühstück servieren wollte zog sie es vor, Jamahl vor sich her zu treiben. Der schrie um sein Leben - wie üblich - dachte allerdings nicht daran, klein bei zu geben. Also nächstes Opfer angehen. Ali rannte zwei Runden, gab schließlich auf, ließ sich devot nieder und von dem Monster bespringen. Es tat mir weh zu beobachten, wie Laila den Höcker von Ali bearbeitete. Nur eine Frage der Zeit und Ali ist wieder im Krankenstand. Quintessenz: Laila 'outsourcen' und hoffen, dass sie sich nicht traut den Elektrodraht zu überwinden.


Vor zwei Wochen lahmte Jamahl vorne rechts, ohne für mich erkennbare Ursache - heute habe ich den Grund entdeckt. Offensichtlich hatte er sich eine Zehe angeschlagen (vermutlich auf der Flucht vor dem Teufelsvieh) und zwar so sehr, dass er jetzt den Nagel verliert. Neues Gewebe wächst bereits nach, es kann nicht mehr lange dauern, bis der alte Zehennagel abfällt.


Montag, 19. November 2018

Sonntags Bummel

Das hat wirklich Spaß gemacht. 6 km marschiert ohne besondere Zwischenfälle. Hatte auch Glück, dass uns kein Auto überholte. Nur einmal machten alle drei einen Satz auf die Straße und ich weiß nicht warum. Das einzige was ich wahrnehmen konnte war ein Kaninchen, welches die Frechheit besaß, im angrenzenden Wäldchen herum zu hüpfen.





Samstag, 17. November 2018

Schlimmes Mädchen - gutes Mädchen

Vor zwei Tagen glaubte ich noch an einen Zufall. Dass die Arbeiter sie erschreckt hätten und sie aus Panik durch den elektrifizierten Draht gerannt wäre. Oh nein, in purer Absicht ist Ali durchgebrannt.


Da stand sie, mitten in meinen kostbaren Setzlingen und hat es sich schmecken lassen. Heute war sie noch schneller draußen. Glücklicherweise lässt sie sich gleich einfangen und widerstandslos auf die Koppel führen. Morgen werde ich Laila auf die Außenfläche führen, mal sehen ob die es auch mit dem Elektrodraht aufnimmt.

LKW Lade-Training wieder aufgenommen. Jamahl und Ali agierten vorbildlich, Laila war eine 'pain in the neck'. Nach wiederholtem straffen Zurückziehen war sie zum Schluss 20 m vom Truck entfernt und wollte sich ihm keinesfalls jemals wieder nähern. Es kostete mich einiger Tricks mit diversen Seilen, bis auch sie nach 45 min Kampf oben stand.



Noch ein Fundstück vom FB 😂


Freitag, 16. November 2018

Übergeschnappt ?



Murray Bridge 2018

Warum auch nicht? Bedingung für den Kauf war, dass die Maschine in den Truck - genauer gesagt in das Abteil hinter dem der Kamele passt. Und sie passt. Im Moment sch...ß ich mich noch an, sie die Rampe hoch zu fahren, aber ich übe täglich den creek rauf und runter, um ein Gefühl für das Gerät zu kriegen.

Die Überlegung war - abgesehen vom Spaßfaktor (der sich bei 190 ccm allerdings in Grenzen hält) - mit dem LKW und den Kamelen in die nähere Umgebung zu fahren, sie abzuladen und heimwärts zu marschieren. Anschließend das Motorrad geschnappt, zum LKW zurück zu kehren, es aufzuladen und nach Hause kutschieren. So bin ich unabhängig von anderen Leuten und Chauffeurdiensten.

Wenn ich meine ersten Treks unternehme, kann ich die Strecke mit der Geländemaschine vorher abfahren und nach möglichen Camps/Futterpflanzen/Wasserstellen Ausschau halten. Soweit die Therorie.

Mittwoch, 7. November 2018

In den vergangenen Wochen ...

... hatte ich zwei dumme Entscheidungen getroffen. Zum einen ein Paar Hühnergänse (Cape Barren Geese) erworben, ohne mir über ihre Unterbringung und Ernährung Gedanken zu machen. 



Nachdem ich mit der Verkäuferin einen Handel abgeschlossen hatte, studierte ich die Lebensbedingungen dieser Nahrungsspezialisten und errichtete ein Übergangs-Gehege auf dem Gelände der Emus. 10 Tage hatte ich Freude an dem in Süd-Australien beheimateten seltenen Geflügel, dann fiel der Ganter einem Fuchs zum Opfer! Hatte gehofft, das Gehege wäre sicher genug, bzw. würden die Emus als Wachhunde eine Schutzfunktion erfüllen. Habe mich sehr schuldig gefühlt und die überlebende Gans einem sanctuary in den Adelaide Hills übergeben.

Ein weitere Fehlentscheidung war die Aufnahme einer jungen Backpackerin. Was für eine Zeitverschwendung. Ich bin keine Kindergärtnerin und kann nicht nachholen, was in 19 Jahren an Erziehung versäumt wurde. Ein Gespräch war nicht möglich, meine Monologe über mein Leben, Australien, die Tier- und Pflanzenwelt wurden mit "Hmm" und "ja-a" kommentiert und wenn ich nichts redete oder fragte, dann herrschte Funkstille (abends im Videochat mit Freunden wurde allerdings recht munter geplappert). Hilfe wurde nur geleistet, wenn ich darum bat (von selber Tisch decken? Bei der Zubereitung helfen? Fehlanzeige) und sich für das angerichtete Essen oder eine Einladung bedanken, kam auch nicht in Frage. Ein junges Leben ohne Perspektive. Trotz Abitur keinerlei Interessen, keine Hobbies - nur Internet (innerhalb eines Tages 7 GB verbraucht - ich komme mit 1 GB in drei Tagen aus). Sie gab sich als Tierfreundin aus, war aber nicht ein einziges mal von sich aus draußen bei den Kamelen, ist mit dem Hund spazieren gegangen oder hat abends die Wombats im creek beobachtet. Ich weiß nicht, warum sie in Australien weilt, wenn sie doch die meiste Zeit im Zimmer hockt und Filme schaut. Mein Kakadu ist da wesentlich emphatischer und unterhaltsamer.

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Neue Literatur zum studieren erworben. Ein bisschen holprig zu lesen -  wenn ein Franzose auf Englisch schreibt und von einer Deutschen gelesen wird ☺, die ständigen Literaturangaben hemmen den Lesefluss zusätzlich. Auch sind die Werte, die angegeben werden in einem so weiten Streubereich (zu geringe Zahl an untersuchten Tieren, zu große Unterschiede der Haltung, Alter, Technik), dass präzise Aussagen gar nicht gemacht werden können.



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Wenn er leidet, dann leidet er. Unmittelbar nach dem Frühstück musste er sich hinlegen, v.a. das rechte Vorderbein schmerzt. Gestern fing es an, heute nicht besser, also ein guter Schluck Schmerzmittel in eine Portion Haferflocken: abends läuft er wieder fast normal.




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Es hat tüchtig geregnet heute Nacht. 20 mm haben sogar den creek zum laufen gebracht und meine - noch immer vorhandene - Baustelle unter Wasser gesetzt.


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Einen weiteren Prämolaren von Laila gefunden.



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Endlich wieder wagon-Training gestartet. Letzte Woche mit Ach- und Krach Laila in die richtige Position gebracht, um sie vor das Gefährt zu spannen.


Drei Tage später gelang es beim ersten Anlauf. Ich entschloss mich, das Grundstück zu verlassen und ein Stück auf der Landstraße zu fahren. 



Dann wurde ich übermütig. Ich entfernte die Verbindung zwischen wagon und ute, d.h. zum allerersten Mal zogen die Kamele das Gefährt ohne Unterstützung. Laila wollte nicht mitmachen, lieber ein wenig von den neben ihr stehenden Büschen knabbern. Also knotete ich die Seile vom Halfter an die Anhängerkupplung - mit sanfter Gewalt wurde eine kleine Runde über's Grundstück möglich. Rücksprache mit einem cameleer bestätigt mich in der Vermutung, dass die Köpfe der Zugtiere auch noch mit einander verbunden gehören.

Am Tor angekommen, befreite ich zunächst Jamahl von seinen Fesseln und führte ihn auf die Koppel. Sehr zum Missfallen von Laila, die glaubte, sie müsse zurück bleiben und versuchte, sich selber zu befreien. Die Achse des Wagens verkeilte sich im Zaun, sie stand mittlerweile rückwärts und auf Spannung mit den ganzen Seilen. Ein Befreien aus dem Chaos war nur unter Einsatz von massiver Kraft meines Helfers möglich, der - ohne dass ich es wahrnahm - am Bein verletzt wurde. Mein Auto trug ein Beule in der Fahrertür davon. Da muss ich noch viel nachdenken, wie ich sowas beim nächsten Mal verhindern kann.

Montag, 22. Oktober 2018

Feige

Natürlich habe ich mich nicht getraut mit den Kamelen im LKW zu der letzte Woche ausgekundschafteten Stelle zu fahren, eine Runde zu marschieren und mit dem LKW zurück. Hauptsächlich weil ich nicht weiß, wie ich sie an einem fremden Ort wieder verladen soll? Auf meinem Grundstück kann ich den Truck so platzieren, dass die Laderampe auf der einen Seite vom Zaun, auf der anderen Seite vom Auto oder Rasenmäher begrenzt wird. Ohne Hindernis weichen die Viecher rechts oder links aus und es wird mir in dem aktuellen Trainings-Stadium unmöglich, sie in den LKW zu bugsieren.

Stattdessen durften sie hinten am Anhänger angebunden den Berg hoch und wieder runterlaufen, danach im Gänsemarsch den letzten Kilometer mit mir über Nachbars Grundstück heimgehen. Jamahl bekam zu seinem Halfter eine Zugkette um die Nase, die ich mit einem Seil hinten an Laila's Brustgeschirr fixierte - das sollte ein stupsen und vordrängeln verhindern. Es wirkte ganz gut, trotzdem war der Weg den kleinen Hügel zum dry creek hinunter wieder anstrengend, es war mehrmals erforderlich eine Runde zu drehen, weil sie einfach nicht abwärts sondern seitlich aufwärts gehen wollten. Aber wir kamen letztlich heil nach Hause. Laila trat mir einmal voll auf den Fuß und ein anderes mal knallte sie ihren Schädel auf meinen Hinterkopf. Weiß nicht, ob das Absicht war oder ein Versehen, konnte ihre Intentionen ja nicht wahrnehmen.

Jedesmal, wenn ich mit den Biestern marschiere, schwanken meine Gefühle zwischen Himmel hoch jauchzend und ... Panikattacken. Warum Panik? Ich denke, eine andere Bloggerin kann das besser und humorvoller beschreiben als ich.

Freitag, 19. Oktober 2018

Dies und das

Am Mittwoch schickte ich ein Bild an die Baufirma: 'Pretty messy here'


Weiß nicht, ob es Zufall war, oder der Chef mit dem ausführenden Bauleiter Schlitten gefahren ist, jedenfalls schlugen die Arbeiter eine Stunde später auf. Den ganzen Tag wurde gearbeitet, auch am Donnerstag, heute wieder nicht. Es ist erneut wild weather vorhergesagt, da bleiben sie lieber daheim. Dabei ist die Front noch weit entfernt, Arbeit wäre ohne weiteres möglich gewesen.



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Die Kamele haben jetzt mit dem Abhaaren begonnen. Das fängt meistens am Kopf an, erstreckt sich schnell auf andere Körperpartien. 


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Und endlich wieder trainiert, Ladetraining Nummer 7 (?). Jamahl war schlimm, ist trotz dem lawn-mower als Hindernis immer wieder seitlich ausgewichen, Laila war kurzfristig auf Krawall gebürstet, hat mir ordentlich Kraft und Aufmerksamkeit abverlangt. Einmal nicht drauf gefasst und sie steht wieder 5 m von der Rampe entfernt. Dafür war Ali mustergültig, insgesamt hat's eine gute Stunde gedauert, bis alle drei oben waren.



Dienstag, 16. Oktober 2018

Wechselhaft


Oktober ist es, Äquivalent zu April auf der Nordhalbkugel. Das bezieht sich in erster Linie auf das wechselhafte Wetter. Angenehme Bedingungen beim Satteltraining am Freitag, änderte sich die Lage am Sonntag. Dunkle Wolken zogen auf, sehr windig und es konnte sich nicht entscheiden, ob es regnen soll oder nicht. Da ich mir ein wenig den Rücken gezerrt habe, ließ ich unsere Sonntagsrunde ausfallen. Gestern hat's gewittert, heute Wind und Nieselregen - kein Training möglich (naja, Training ist immer möglich, aber ich mag halt nicht wenn's grauslich ist).

Das Wetter ist auch - angeblich - Schuld, dass nix weitergeht auf der Baustelle. Bei einem Anruf vor drei Wochen wurde mir versichert, dass die Arena nächste Woche fertig gestellt sei. Im Moment fliegen die Einzelteile durch die Gegend, was soll ich machen? Der einzige Trost: die kriegen auch keine Kohle, so lange der Bau nicht komplett ist.

Morgen ist noch mal kalt und windig, ab Donnerstag geht es wieder aufwärts. War gestern eine Runde mit dem Auto unterwegs, um neue Wege auszukundschaften. Werde beim nächsten Training die Biester aufladen, ca. drei Kilometer fahren, sie abladen und 8 km laufen. Fingers crossed, dass ich das schaffe!

Samstag, 13. Oktober 2018

Off topic

Seit zwei Jahren kaufe ich immer mal wieder Gelbhauben Kakadus, die auf einer Verkaufsbörse angeboten werden. Die armen Vögel hocken meistens in Käfigen im Hinterhof und schreien sich die Seele aus dem Leib. Bis jetzt habe ich 12 Vögel erworben mit dem Ziel, ihnen das Fliegen beizubringen und sie anschließend in die Freiheit zu entlassen. Nicht immer ist es einfach. Ein Vogel entkam mir versehentlich, bevor ich ein Vertrauensverhältnis aufbauen konnte - er ward nimmer gesehen. Einige kamen für Monate zweimal täglich zurück zur Voliere, um sich den Kropf voll zu schlagen: ein herrliches Bild, wenn sie im eleganten Gleitflug auf dem Dachsims landeten. Bis sie irgendwann ausblieben. Ich kann nur hoffen, dass sie Anschluss gefunden haben und ihr Leben in Freiheit nun genießen, es besteht aber auch die Möglichkeit, dass sie Opfer von schießwütigen Farmern wurden. Ein Vogel war ausgesprochen aggressiv, er fiel mich regelrecht an, wenn ich die Voliere betrat. Er war wohl auf Menschen geprägt und hatte keinerlei Interesse an gefiederte Artgenossen - ich vermittelte ihn an eine Tierschutzorganisation und er muss nun ein Leben hinter Gittern verbringen.

Mein letzter Einkauf war wieder so ein fehl geprägtes Tier. Wahrscheinlich Hand aufgezogen, Null Anteilnahme an Artgenossen. Sehr zahm - zu mir. Will dauernd getragen und gekrault werden, verteidigt mich gegen andere, d.h. er verbeißt sich z.B. in die Schuhe der sich neben mir aufhaltenden Person. Bei ihm wird meine 'soft release' Aktion nicht funktionieren - der lässt sich nicht auswildern, no way. Also bin ich auf der Suche nach einem neuen Platz für ihn. Ich habe viele Antworten auf die Annonce erhalten, allerdings kein Kaufinteressenten!

Narelle: Just had to say your add cracked me up haha

Person: I just had to write and commend you for such an amazingly written add ..it has made my week ..nope make that my year ..i do believe thats the best thing ive read in many a day ...i wish you and him all the best in rehoming ...absolute pearler ...

Alan: Hahaha best add ever

Und so weiter.



Hier meine Anzeige:

Narcissistic Sulphur crested Cockatoo needs new victim!


Narcissist: He has an inflated sense of his own importance, a deep need for excessive attention and admiration, troubled relationships, and a lack of empathy for others. But behind this mask of extreme confidence lies a fragile self-esteem that's vulnerable to the slightest criticism.
Are you ready to suffer? Hearing him jelling and screaming when you turn your back? Not allowed to have any another partner/relationship? He wants all the attention he can get, will bite hard anyone else is approaching you. He is very good in destroying your furniture- in case you love decorating and don’t know what to do with your stuff ... he will take care of this part. I’m done, I love him to bits but I’m unable to change his behaviour. Perhaps there is someone out there who can deal better with an annoying bird. He is a beautiful large boy and I bought him to introduce him to a female cocky, unfortunately his only interest is sitting on your lap and being cuddled. Please message if interested. I want to inspect his new home before he is leaving! Don’t want him to sit behind bars the rest of his life (although sometimes he deserves it ...LOL).

Freitag, 12. Oktober 2018

Finde den Fehler


Ich wusste, es wird fürchterlich.

Der erste Service für den LKW ist kostenlos, muss aber bei einem HINO-Händler durchgeführt werden. Dieser wiederum befindet sich in Adelaide, d.h. ich muss mit dem Monstrum in die Großstadt. Ich schaffte es (trotz verfahren mit Navi) rechtzeitig anzukommen, der Termin war um 09.00 Uhr, die Arbeit sollte ungefähr zwei Stunden in Anspruch nehmen. Ich ging spazieren und war um 11.00 Uhr zurück, der Truck stand noch da, wo ich ihn abgestellt hatte! ... Viereinhalb Stunden später konnte ich mich dann endlich auf den Rückweg machen. Musste noch tanken und einen Einkauf im fodder store tätigen, nervlich am Ende erreichte ich heimisches Gefilde gegen 18.00! Zwölf Stunden waren die Viecher unbeaufsichtigt und schafften es mal wieder Blödsinn zu machen. Das erste Bild was sich mir bot: Ali und Laila standen Seite an Seite. Drei Pfosten waren an verschiedenen Stellen des Zaunes abgebrochen, der Draht des Elektrozaunes zerrissen und verwurschtelt. Wie geht das? Ich werde es erst einmal dabei belassen, da sich die Damen friedlich verhalten.

Für Jamahl steht der Elektrozaun noch immer: er traut sich nicht auf die andere Seite☺


Heute wieder Satteltraining durchgeführt. Laila war brav, ließ sich beinahe widerspruchslos den Sattel auflegen, Jamahl war schlimm beim Führen über das Grundstück. Muss mir was einfallen lassen, um ihm am vorpreschen zu hindern.




Ali hatte heute ihr drittes Training 'Decke auflegen'. Es wird langsam - sehr langsam - besser.