Montag, 1. Mai 2017

Das erste Mal ...

... ohne Ali.

Um etwas Abwechslung in den Ablauf zu bringen, führte ich die Kamele zunächst Richtung Haus/Stall. Jamahl war noch nie dort und wollte nicht an dem Wassertank vorbei. Drei Versuche, dann band ich ihn an den Zaun und ging mit Laila weiter. Sie folgte brav, hatte auch keine andere Möglichkeit, da ich ihr sicherheitshalber den Maulkorb umgebunden hatte. So verhinderte ich,dass sie an jedem Busch stehenbleibt und sich ein Häppchen genehmigt (und wenn ich versuche sie daran zu hindern, sie anfängt zu bocken und aufzusteigen). Als sie hinter der Ecke verschwand protestierte Jamahl lautstark, ließ sich dann wie ein gut erzogener Hund am bedrohlichen Wassertank vorbeiführen. In den Stall wollte er zunächst auch nicht, so viel Neues und Ungewohntes um ihn herum. Sanfter Zwang, ein wenig Zeit zum Nachdenken geben und alles ist gut.

Derweil holte ich das Auto und koppelte den Hänger an. Ich wollte sie diesmal hintereinander - und nicht wie sonst üblich nebeneinander - durch die Gegend kutschieren. Wie erwartet erfolgte entsprechender Protest. Wie kann ich nur? Ich, Laila, habe am rechten äußeren Rand zu laufen und nicht seitlich links! Erstes gehupfe und verwickeln, aussteigen, gerade richten, weiter. Nein, ich will nicht, ich will auf die andere Seite! So ging das ein paar Mal hin und her. Sie versuchte auch Jamahl zu beißen, was ihr ja wegen des Maulkorbs nicht gelang. "Nur" schubsen ging noch und wurde mit Protestgebrüll (von Jamahl und mir) geahndet.

Ein Stück die Landstraße rauf und wieder runter, bis ein akzeptabler Rhythmus gefunden war. Kurzfristig entschloss ich mich, es zu Fuß weiterzuwagen. Wieder etwas, was Jamahl noch nicht kannte. Wir hielten beim südlichen Tor vom westlichen Nachbarn und gingen die ca. 1,5 km über die Hügel zurück zum Grundstück. Bin ganz schön aus der Puste gekommen. Wenn Jamahl marschiert entsteht ein ordentliches Tempo, er ist mir auch ein paar mal mit seinen langen Latschen hinten auf den Absatz gestiegen. Ganz rund lief der Marsch nicht, sicherlich meiner Unbeholfenheit und Unsicherheit zuzuordnen. Aber wir sind heil angekommen.



Ein kleines Frühstückchen und anschließend ein Verdauungsnickerchen.



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