Mittwoch, 8. März 2017

Das wird kein guter Tag,

dass war mir sofort klar, als ich frühmorgens die Haustür öffnete und in die smaragdgrünen Augen des Katers blickte. Freundlich lächelnd saß er auf der Stiege und sah mich erwartungsvoll an. Das hat er noch nie gemacht! Ich machte einen Schritt vorwärts und sah die Bescherung: ein ausgewachsener Rosella, noch ganz warm, lag vor seinen Füssen. Er wollte mir wohl eine Freude bereiten mit seiner Beute. ... Warum kann dieses Mistvieh nicht die Millionen von Mäusen fangen, die nächtens auf dem Dachboden tanzen und mir den Schlaf rauben?



Ali war, nachdem ich es in den letzten Tagen langsam angegangen bin, sprich sie mehr oder weniger ignoriert hatte, recht zugänglich. Beinahe widerstandslos konnte ich sie zum Frühstück an den Pfosten binden. Doch dann überspannte ich den Bogen und könnte mich deshalb in den Hintern beißen. Ich befahl ihr niederzuhooshen und begann sie, trotz Protest zu bürsten. Was hat sie sich wieder aufgeregt. Gezittert, Durchfall, immer wieder Futter hochgewürgt und spuckbereit im Maul gehabt. Warum nur? Warum? Hat das denn nie ein Ende? Was soll ich bloß tun? Soll ich sie weggeben? Wer kann so ein verängstigtes Tier brauchen? Das Gute ist, sie ist nach wie vor nicht aggressiv. Nur absolut und total verängstigt. Jetzt habe ich wohl wieder verspielt. Wahrscheinlich lässt sie sich morgen wieder nicht anhängen. Zum x-ten Mal von vorne anfangen. Das ist enttäuschend, frustrierend und ermüdend.


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