Mittwoch, 5. Oktober 2016

Besuch

Ach, wie aufregend. Endlich mal wieder Deutsch parlieren. Kurzfristig angemeldeter aber gern gesehener Besuch.

Als ich den Mädchen ihr Frühstück servieren wollte, kamen sie wie immer gemütlich angetrottet, oder besser gesagt angewalzt, und ließen sich am Zaun anbinden. Ich muss sie einzeln füttern, da Ali sonst ihren Plutzer nicht mehr aus dem Trog nehmen würde. Laila wäre da chancenlos, etwas abzukriegen. 'Frühstück' ist ja eigentlich übertrieben. Ein paar klein geschnittene Möhren, jeder einen halben Apfel, das ganze überzuckert mit ein paar Mineralstoffen. Das Procedere dient nur dem Zweck, eine gewisse Routine aufzubauen. Sie sollen zu mir kommen und ich möchte sie beobachten, ob auch alles in Ordnung ist.

Jedenfalls heute morgen stoppten sie plötzlich in ihrem Bewegungsablauf und sahen aufmerksam in Richtung Haus. Konnte mir nicht erklären, was ihr Verhalten auslöste. So sah ich mich um und entdeckte den Besucher, der über das Gelände auf uns zukam. Denen entgeht nichts. Der Wachhund neben mir ... naja, kann man sich denken ...keine Reaktion.

Kommentare:

  1. Sie sind sehr nett und müssen sorgfältig gepflegt werden. Öffnen Sie manchmal einen Zaun?
    Als ich Arktis Kreuzfahrt die weißen Bären sah, konnten sie sich frei auf dem Festland bewegen. Und das ist ganz anders als ein Zoo. Ich glaube, dass Tiere in einem natürlichen Lebensraum sein sollten. Und wünschenswert in seinen komfortablen klimatischen Bedingungen.

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    1. Hallo! Kamele sind keine Wildtiere im klassischen Sinn (mit einer Ausnahme: http://www.wildcamels.com/ueber-uns/?lang=de). Dromedare, die frei herumstreifen sind 'feral', d.h. verwildert. Wie z.B. Katzen, die eigentlich von Menschen gezüchtet wurden ebenfalls verwildern können. Kamele werden hier in Australien als Schädlinge betrachtet und zum Abschuss freigegeben. Da ist es schon besser, sie als solches zu halten, wofür sie gedacht sind: Lasten- und Reittiere.

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