Montag, 29. August 2016

Nachtragend

Dieser Zwei-Stunden-Kampf in der Früh ist nicht nur mir in die Glieder gefahren, auch Laila war beeindruckt. Sicher nicht körperlich, aber mental auf jeden Fall.
Normalerweise kommt sie angerannt, wenn ich mich der Koppel nähere. In letzter Zeit sogar etwas stürmischer als mir lieb ist. Es sieht so aus, als wenn sie ihre Grenzen austesten wollte. Im Schweinsgalopp kommt sie angerast, den Kopf gesenkt, die Backen aufgeblasen, die Unterlippe schlappert. Sie blubbert und produziert schaumigen Speichel, der ihr aus den Mundwinkeln tropft. Mit einer Akutbremsung bleibt sie vor mir stehen. Wäre der Zaun nicht zwischen uns, würde sie mich sicher anrempeln - so wie sie es mit Ali macht.
Gestern Abend war von dieser provakanten Aktion nichts zu bemerken. Als sie mich wahrnahm ging sie zügigen Schrittes in die entgegengesetzte Richtung und gesellte sich zu Ali, die am anderen Ende der Koppel stand. Ali kümmert sich herzlich wenig um meine Anwesenheit. Sie mampft in der Regel so für sich hin ... außer ... an so Tagen wie heute! Es regnet, immer mal wieder eine leichter Schauer, genug um nass zu werden. Trotz dickem Winterfell - Regen mögen sie gar nicht.



So stehen sie brav vor dem Tor und warten darauf, in den Stall geführt zu werden. Auch der kurze Marsch von der Koppel zur Unterkunft verläuft unspektakulär und zügig. Nix wie ab ins Warme.

Übrigens mussten wir wieder ordentlich raufen, bis das Halfter oben war.

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