Dienstag, 9. August 2016

Ausflug zur Beltana Station (17. - 20.04.16)

Nein, bis Hawker muss es noch gehen. Oder doch beim nächsten Parkplatz stoppen? Nein, nein. Nur noch 40 km, den Sitzgurt etwas lockern, Platz im Bauch schaffen. Geht schon besser. Noch 30 km. Das war jetzt flott. Blick auf den Tacho: fast 90 km/h – runter vom Gas, zurück auf 80. Mehr will ich ihnen nicht zumuten. Hoffentlich fliegt ihnen nichts in die Augen. Jetzt wird’s langsam brenzlig. Die Lippen zusammenpressen und draufbeissen, das lenkt ab. Noch 20 km, noch 10 km. Yeah, Hawker in Sicht. Rechts abbiegen, auf dem großen Parkplatz zwischen die vielen Caravans einparken, direkt gegenüber der Toilette. Ach tut das gut.
Es gilt das nächste elementare Bedürfnis nach fünfeinhalb Stunden Fahrt zu befriedigen. Zwar ist die Kühltasche gut gefüllt, aber vielleicht gibt es ein paar knackige Pommes bei der Tanke? Ich weiß, dass die Tankstelle im Ort besser bestückt ist als die, die an der Hauptdurchfahrtsstraße liegt. Ach Schade, nur Touristen Krimskrams und gekühlte Softdrinks in der Truhe. Zurück zum Anfang, dort ist ein kleines Café.


Einige Neugierige haben sich um mein Auto platziert. Ich entdecke einen Truck, nicht weit weg geparkt. Ein LKW wie er zum Transport für Kamele verwendet wird. Anscheinend gehören die Leutchen zu dem Gefährt – dass muss ich mir näher anschauen. 'Can I help you?' fragte ich freundlich. 'Just looking at the camels'. Als ich dann näher kam, fiel wohl der Groschen: 'Are they yours?' Es stellte sich heraus, dass Harold Cannard und sein Team von Silverton (bei Broken Hill) auf dem Weg nach Norden ist, ein paar Kamele zu holen. Er ist einer der alten, wohlbekannten Cameleers, betreibt auch ein Touristengeschäft und bietet Kamelritte an. Er wollte dann noch mit mir ins Geschäft kommen. Holte eine Mappe mit Zeitungsausschnitten und Bildern, zeigte mir Fotos von seinen selbstgemachten Sätteln. $ 1.500,- pro Stück. Ja, sehr schön. Kann ich aber nicht brauchen. 'Best material. Not this crap you get usually.' Ja, ja, ja. 'They are excellent, marvellous, beautiful. But what shall I do with a riding saddle when I don't want to ride?' Etwas angefressen packte er die Mappe wieder weg. Ich ließ mir noch seine Handynummer geben, da seine Begleitung anbot, meine girls mit einem nose peg zu versehen. Mal sehen. Anfangs Juli fährt er nach Adelaide, dann könnte er bei mir Halt machen.
Das Essensangebot im Café war bescheiden, ein 'European salad', d.h. ein Salat mit etwas Dressing (sonst wird der Salat meistens ohne serviert, als hübsches Dekorationsmaterial - die Aussies fressen das Fleisch und das Grünzeug geht wieder zurück) und Knoblauchbrot. Ein lecker Cappuccino und weiter ging die Fahrt, nur noch 140 km und wir waren am Ziel.

Die homestead liegt auf einem Hügel sieben Kilometer von der Hauptstraße entfernt.
Die Zufahrt schon länger nicht planiert und entsprechend mit Schlaglöchern und Steinen versehen. Kriechend erreichten wir unser Ziel. Es war ruhig, einige Mitarbeiter werkelten in einer Scheune. Ein netter junger Mann sprach mich an. Ich erklärte ihm meine Absicht hier mit meinen girls zu kampieren - wäre mit Laura, der Chefin, so verabredet. Leider war sie nicht da und hatte auch keine entsprechenden Instruktionen hinterlassen. Wie auch immer. Der junge Mann – er stellte sich als Enkel von Noel Fullerton vor (DIE Cameleer-Legende schlechthin, verstarb Ende letzten Jahres:  - wollte mir auch beim Abladen helfen. Wir schlichen den Berg wieder hinunter – er hinten auf der Ladefläche. Der Anhänger ruckelte so vor sich hin, als wenn ich dauernd auf der Bremse stünde. Irgendwas stimmte nicht, war mir jetzt aber egal. Ich stellte mich parallel zu dem kleinen Yard wo meine girls untergebracht werden sollten. Der junge Mann schlug vor, rückwärts zum Tor zu fahren um dann die Kamele hineinzudirigieren. Meine Rückwärtsfahrfähigkeit hält sich in engen Grenzen, ich bestand auf 'meiner' Methode des Abladens. Heckklappe öffnen, die Mädchen nacheinander mit der Leine herausführen. Klappte ausgezeichnet und der Helfer zeigte sich beeindruckt.
Ich machte mich anschließend auf, ein ruhiges Platzerl für mein Zelt zu suchen. Kilometerlanger dry creek mit rivergums, mallees und Büschen. Ein Plumpsklo, Dusche von Solarzellen geheizt und Gasgrill für die Allgemeinheit waren zentral untergebracht. Mein Zelt war dank des Trainings einige Tage zuvor schnell errichtet, das Auto entladen und meine Sachen verstaut. Der Probelauf des kleinen Gasgrills verlief schleppend, da ich eine Weile brauchte, um die Raffinesse des Flaschenanschlusses zu durchschauen. Ich machte mich wieder auf die Socken, um noch eine Runde mit den girls zu marschieren.

Der Spaziergang erwies sich als schwieriger als erwartet. Sie wollten sich nicht außer Sichtweite des im Nachbargehege untergebrachten Kamelbullen bewegen. Dauernd schauten sie zurück. Ich gab dann auf und stellte sie wieder zurück in den Yard.
 


Es begann dunkel zu werden, ich war müde und richtete mich für die Nacht her. Als ich mich niederlegen wollte, fand ich keine richtige Position für meine schmerzenden Hüften. Die sich selbst-aufblasende 3,5 cm Matratze war wohl undicht, entsprechend hart das Liegen. Mal rechts, mal links. Hätte heulen können, nahm mich aber zusammen und irgendwann döste ich weg.
Kling, kling, kling, …. wach war ich wieder. Ein ellenlanger Zug zuckelte sich seinen Weg entlang der Bahnstrecke. Da der Weg zur homestead die Gleise kreuzte und keine Schranke aufwies, wurde das Dauerläuten zur Warnung aktiviert. Irgendwann fand das Gebimmel ein Ende und ich schlummerte wieder ein. Krach bumm zisch, krach bumm zisch,... wieder hellwach. War doch tatsächlich ein Feuerwerk oben bei der homestead in Gang. Zwar nur kurz, aber laut genug um gestört zu werden. Wie wohl die Kamele reagiert haben?

Wie immer läutete um 5 Uhr mein Handywecker. Es lohnte nicht aufzustehen, da es noch stockdunkel war. Die Nacht war erstaunlich warm gewesen. Ich hatte eine Leggings angezogen gehabt, den Schlafsack strampelte ich ständig weg. Mit den ersten Sonnenstrahlen aufstehen, Wasser aufsetzten und Kaffee machen. Im Anschluss an mein 'formidables' Frühstück ein weiterer Test für meine künftige Outbacktauglichkeit: Darmentleerung. Ich ekelte mich das Plumpsklo zu benutzen, hatte aber eine Klappschaufel und Klopapier mitgebracht! Wider erwarten hat es auf Anhieb geklappt. Schließlich hatte ich bei anderen Reisen schon unter Verstopfung gelitten, weil es auf fremden Toiletten einfach nicht flutschte. Unterm Busch im Nirgendwo ging es. Gut zu wissen.

Auf zu den Kamelen. Sie schienen unbeeindruckt, hatten das mitgebrachte Futter gefressen. Im Yard wuchs nichts, war nur Dreck und altes Stroh – aber die Mutti hatte ja vorgesorgt. Halfter angelegt und los ging's. Hmm, Laila entlastete ihr rechtes Vorderbein. Ich hatte das zu Hause vor kurzer Zeit schon beobachtet, es verschwand allerdings wieder von selbst. Jetzt war es deutlich. Die Inspektion der Sohlenfläche war unauffällig. Egal, vielleicht läuft sie sich ein und alles ist gut. Leider änderte sich nichts während des zweistündigen Marsches. Immer wieder hob sie das Bein wenn wir stehenblieben und ständig stolperte sie und sank ein bei engen Wendungen. Sch...ade. Gegen Mittag erreichten wir wieder die Unterkunft und ich beschloss, sie heute nicht mehr auszuführen.
Zurück zum Zelt, ein paar Nüsse knabbern, einen Apfel essen, kurz hinlegen. Es war aber zu heiß im Zelt und draußen waren zu viele Fliegen, um sich gemütlich entspannen zu können. Und nun? Vielleicht komme ich heute zu meinen Pommes? Auf nach Leigh Creek. ...Reinfall. Der Ort befand sich gerade im Mittagsschlaf. Demnächst wird die Mine geschlossen, dann kann sich die Siedlung auflösen...Weiter nach Copley. Dort ist eine kleine Bäckerei die Produkte von Quandong Früchten anbietet. Eine Quandong-Tarte mit cream, ein Cappuccino und drei Gläser Marmelade (als Mitbringsel für den Nachbarn und Helen, die Hundsitterin) und um $ 40,- leichter, zum Schluss noch tanken und zurück zur homestead.
Die kommende Nacht war etwas angenehmer. Die Hüften schmerzten nicht mehr so arg. Sie tuen nur weh, wenn ich lange sitzen musste. Wie bei der siebenstündigen Autofahrt, oder nach langen Flügen. Nur einmal durch ein erneute Feuerwerk gestört schlief ich recht passabel, auch dank des leichteren beziehungsweise fehlenden Nachtgewandes.

Auf zu den Kamelen. Erneuter Anlauf, so was ähnliches wie 'Trekken' anzugehen. Und wieder abgebrochen wegen Lailas Lahmheit. Es war noch schlimmer als am Vortag. Knapp einen Kilometer gelaufen und sie legte sich hin und wollte nicht mehr aufstehen. Ali tanzte um sie herum, ich zog wie blöde. Irgendwann erhob sie sich und mir blieb nichts anderes übrig als zurück zugehen. Wachstumsschmerzen? Ein Zerrung? Ich konnte keine Ursache ausmachen. Nichts war geschwollen, keine Berührungsempfindlichkeit. Tatsache blieb, dass es ihr sehr weh tat. Sie musste geschont werden – außerdem kann ich sie nicht wirklich heimtragen, wenn sie nicht mehr will. Die Reise abbrechen? Wird wohl das Beste sein. Alternativ könnte ich alleine wandern gehen. Naja, ich überleg' es mir noch.

Nachmittags fuhr ich Richtung Süden. Zunächst nach Parachilna, ein Miniort an der Hauptstraße. Wie ich feststellen musste, befanden sich nur ein Pub und ein paar Camping-Container dort. Ich hatte einen kleinen Einkaufsladen in Erinnerung, der war aber nicht (mehr?) da. Wollte doch Toastbrot und ein paar Karotten für die girls einkaufen. Pech gehabt. Dann halt weiter nach Blinman.
Jawoll! Es war lunchtime und der Pub bot was zu essen an: Veggieburger und Pommes. Endlich mal was Gutes für die Mutti.

Auf der Rückfahrt noch ein paar Fotos gemacht und mich entschlossen, wieder nach Hause zu fahren. Durch die Gegend zu marschieren bei der Hitze macht kein Spaß. Das kann ich auch daheim, da ist es wesentlich kühler.
Die Campinggebühren wollten noch bezahlt werden, also fuhr ich zur homestead. Heute sollte die Chefin da sein. Als ich die Autotür öffnete stand grinsend Kamahl vor mir. Er und seine Partnerin machen das Kamelbusiness als joint venture mit der Farm. Eigentlich war ich ja sauer auf ihn. Wegen ihm hatte ich die Schwierigkeiten mit dem Esel: zuerst wollte er ihn haben und ich habe die Transportkosten ausgelegt, als er hörte, dass das Vieh wild war, wollte er ihn plötzlich nicht mehr. Erst mit entsprechendem logistischen Aufwand konnte ich mit Hilfe eines Bekannten einen neuen Platz für den Esel organisieren. Da Kamahl aber viel Erfahrung mit Kamelen hat überwand ich meinen Ärger und rief ihn vor meiner Abfahrt an. Ob er mir – gegen Entgelt – mit einigen Ratschlägen und Anweisungen helfen könnte. 'Don't expect me to be around. We're very busy at the moment.' Okay, dann halt nicht. Wieder ein Brocken zu schlucken. Und jetzt steht er da, die Freundlichkeit in Person.
Er ist wirklich ein netter Bursch. Hat mir gleich einen Sattelrohling gezeigt und demonstriert, wobei es bei einem guten Kamelsattel ankommt.

Erzählte von seiner Vergangenheit, seinen Zukunftsplänen und von Marie, seiner Partnerin – die alle sechs Wochen nach Port Pirie fährt um dort Akupunktur-Patienten zu betreuen – auf teilweise recht lockere und lustige Art. Unterbrochen wurden wir von Neuankömmlingen, zwei Familien mit Caravans, die sich über die Campinggründe informieren ließen. Zum Schluss vereinbarten wir ein Treffen ca. zwei Stunden später. Kamahl wollte mir demonstrieren, wie man den Kamelen Hobbels anlegt und wie man sie mit einem Seil in hoosh-Position fixiert.

Pünktlich um 17.30 Uhr war ich mit meinen Kamelen in dem Yard, wo die Touren normalerweise starten. Gut, es war eine halbe Stunde früher, aber ich wusste ja nicht, wie lange ich den Berg hoch brauchen würde. Dort wartete ich geduldig, Ali und Laila am Pfosten angebunden. Da erschien Kamahl.... mit seinen fünf Reitkamelen. War ein Missverständnis, er wollte mir die Technik an seinen erfahrenen Tieren demonstrieren. Wirkte bei denen natürlich wie ein Kinderspiel. Wir haben gar nicht erst versucht, dasselbe bei meinen durchzuführen. Eine Seiltechnik gezeigt bekommen, wie die Vorderbeine fixiert werden, so dass sie sich nicht mehr erheben können.

Es hätte noch stundenlang so weitergehen können, aber es wurde langsam dunkel. Nebenan in der großen Scheune wurde das Abendessen für die Hüttengäste und Mitarbeiter vorbereitet, Kinder fuhren auf kleinen Motorbikes herum, ziemlich viel Betrieb. Es war besser, sich auf die Socken zu machen Richtung Gehege. Ha, meine Damen hatten andere Pläne. Als ich versuchte, sie an den Fünfen vorbei und hinauszuführen ging der Eiertanz los. Bocken, treten, sich aufbäumen – volles Programm. Wir mussten eine tolle Show geliefert haben. Irgendwann übernahm Kamahl die Initiative. Ali war am schlimmsten ('naughty girl') und so übernahm er sie und band sie an seinen imposanten Leitbullen. 'Da kann sie ruhig treten', sagte Kamahl. 'Er wird es ihr schon retour geben'. Ich tanzte mit Laila hinterher. Zu ihrem Gehüpfe kam noch ein aufgeregtes Brüllen dazu. Erst wollte sie zurück wo wir herkamen, dann sah sie, dass Ali in die andere Richtung unterwegs war. Volle Pulle hinterdrein und mich gleich mitgezogen. An der Scheune mit Scheinwerfern vorbei, irgendwie den Berg hinunter. Plötzlich hat Laila wieder Gas gegeben und ist mit Karacho seitlich den Hang hoch: ein zahmes schwarzes Kälbchen hatte sich uns angeschlossen. Nein, kein Kalb, der Teufel war's (laut Laila). Langsam ließen meine Kräfte nach. Was habe ich gezogen, gezerrt, gebrüllt. Zwei junge Männer wollten uns helfen und wären beinahe von Laila niedergestoßen worden, als sie mit einem Riesensatz über eine Rinne sprang die sich zwischen Hang und Straße befand.

Ali war mittlerweile brav an der Seite des Bullen. Wir mir Kamahl später erzählte, hatte sie auch bei ihm die Taktik: ganz-schnell-vorlaufen-und-sich-quer-vor-einem-hinstellen versucht, aber ein paar gezielte Hiebe mit dem Seil und Kommando 'back' haben ihr dann klar gemacht, dass es so nicht geht. Ich wäre nicht streng genug, meinte er hinterher. Aber auch: 'FEMALES'. Kastrierte Bullen sind wohl wesentlich leichter zu handhaben.

Als ich erschöpft bei meinem Zelt ankam, traf mich fast der Schlag. Die zwei Familien, die sich nach den Campingbedingungen erkundigt hatten, hatten sich NEBEN MIR, ich wiederhole: NEBEN MIR niedergelassen. Datt gibbet doch gar nisch! Platz, so weit das Auge reicht, ein Creek so lang wie Rhein und Donau zusammen und die Trotteln müssen NEBEN MIR campen. Mir quasi in den Suppenteller spucken. Mit allem, was dazu gehört: Radio laut aufdrehen, Kinder spielen Fußball, Frauen kreischen, Geruch von verbranntem Grillfleisch in der Luft. ...Am nächsten Tag werde ich  den Abflug machen – Entscheidung endgültig gefallen.
Die dritte und letzte Nacht. Auf Grund der neuen Nachbarschaft entsprechend ungemütlich. Laute Gespräche, Lachen, Kindergebrüll. Als endlich alles ruhig war, haben die Männer angefangen den Wald abzusägen!

In der Früh habe ich mich nicht lange aufgehalten. Kaffee getrunken und Katzenwäsche … dann eingepackt. Die Haken aus der Erde gezogen, das Zelt, Schlafsack und Matratze zusammengeknüllt und ins Auto geschmissen. In kürzester Zeit war ich fertig und bin zum Gehege, die Kamele aufzuladen.

Zunächst galt es noch den Hänger wieder anzudocken. Immer wieder ein mühsames Unterfangen. Wenn keiner da ist, der Anweisungen geben kann heißt es x-mal vor- und zurückfahren bis endlich das 'Manderl' und das 'Weiberl' der Anhängerkupplung zusammenfinden. Noch zwei schwere Sicherheitsketten verbinden und den Stecker für die elektrische Bremse einführen. Ha! Jetzt war mir klar, warum bei der Fahrt von der homestead zum Gehege der Hänger so geruckelt hat. Der junge Mann, der hinten auf der Ladefläche Platz genommen hatte, hat versehentlich bei seinem Aufstieg die Notbremse, die mit einem dünnen Seil vom Hänger zum Auto führt, aktiviert. Na wenigstens ist nichts kaputt. Deaktivieren und alles ist wieder im grünen Bereich.

Die girls waren anscheinend auch froh, die ungemütliche Bleibe zu verlassen. Ziemlich manierlich sind sie eingestiegen und so konnte ich – nachdem ich mich noch kurz von Kamahl verabschiedet hatte – um 8.30Uhr die Lokalität verlassen. Ohne Pause die 420 km zurück und gegen 15.00 Uhr 'save and sound' wieder daheim.

Fazit:

1. Wenn schon touristisch attraktive Orte besuchen, dann nicht zur Ferienzeit. Und schon gar nicht, wenn ein langes Wochenende bevorsteht. Am 25.04. ist ANZAC-Day und anscheinend ist ganz Australien unterwegs. [Ich wollte halt meinen Geburtstag in den Flinders feiern – wird halt nicht mehr möglich, wenn ich so auf meine Ruhe Bedacht bin]. Mir sind unendlich viele Caravans – ganze Einfamilienheime im Schlepptau – begegnet, in beiden Richtungen.
2. Die Kamele müssen lernen gehobbelt und fixiert zu werden. Tut mir leid, aber dann können sie wenigstens frei herumlaufen und müssen nicht in so einem dreckigen Gehege stehen. Und Fixation während der Fahrt wird auch wichtig. Jedes mal wenn wir überholt werden oder ein Roadtrain an uns vorbeidonnert, fängt der Hänger an zu schwingen weil die Kamele ausweichen wollen und sich beide auf eine Seite schmeißen. Nochmal 100 kg/Kamel mehr, und der Transport wird echt gefährlich.
3. Ich kann besser mit dem Zeltleben kooperieren als zunächst befürchtet. Mangelnde Hygiene, einfaches Essen, kein Internet/Fernsehen – alles kein Problem. Allerdings kann ich nicht mit Urlaubern/Touristen zusammen die Freizeit verbringen. Mittlerweile bin ich so verwöhnt mit meinem abgeschiedenem Leben, dass ich noch nicht einmal laute Radiomusik ertrage.
4. I'll be back! For sure.
 
Nachtrag: Seit wir wieder zurück sind, hatscht Laila nicht mehr!
 

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